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Einzelteile

 

 

Hier finden Sie die Arbeiten Thomas Wörtches, die nicht im Rahmen der Kolumnen entstanden - Essays, Vorträge, Besprechungen, Interviews, Arbeiten fürs Radio. Es sind dies seine Beiträge zur Kriminalliteratur, die entstanden sind, seit Thomas Wörtche seine olle Schreibmaschine gegen einen vorsintflutlichen Commodore eintauschte. Wir präsentieren Ihnen die Texte in ihrer Rohfassung - sie wurden direkt von Diskette ins Netz gestellt.

Aus urheberrechtlichen Gründen haben wir die Beiträge mit neuen Überschriften versehen - wenn Sie nach den Printversionen fahnden, dann orientieren Sie sich nicht an den Überschriften, die hier über den Beiträgen stehen.

 

Versteckte Botschaften
1956 erschien der Roman »Der Schlüssel« das Japaners Junichiro Tanizaki, der zu einem Klassiker der Literatur des 20. Jahrhunderts wurde. Der Roman um die erotischen Obsessionen eines traditionellen Ehepaares ist jetzt im Cass Verlag in Neuübersetzung erschienen.
Deutschlandradio Kultur, 21. Juni 2017
 
Sog ins Ungeheure
Ein Dänisches Nato-Kontingent kämpft in Afghanistan, bis die Soldaten von ihrem Zugführer verraten werden. Doch wer ist Verräter, wer Taliban und wer Warlord? Carsten Jensen hat mit »Der erste Stein« einen meisterhaften Polit-Thriller geschrieben, in dem sich alle Gewissheiten auflösen.
Deutschlandradio Kultur, 23. Mai 2017
 
Zug um Zug
Hinter dem Pseudonym James Rayburn verbirgt sich der südafrikanische Schriftsteller Roger Smith. In seinem neuen Roman »Sie werden dich finden« erzählt er von einer Whistleblowerin, die vor Ihren Verfolgern nach Thailand flieht, von wo aus sie mit ihrem Vater - ein ehemaliges Masterbrain der Spionagezunft - Zug um Zug zurückschlägt.
Deutschlandradio Kultur, 12. Mai 2017
 
Attentat auf einen Reggae-Star
Jamaika, 1976: Bewaffnete Männer dringen in das Haus des Reggae-Musikers Bob Marley ein und eröffnen das Feuer. Wer waren die Täter und was ihr Motive? Der Schriftsteller Marlon James nimmt das Attentat als Dreh- und Angelpunkt eines voluminösen und vielschichtigen Romans, der einen erzählerischen Bogen spannt von 1962 bis weit in die 1980er Jahre.
Deutschlandradio Kultur, 21. April 2017
 
Die dunklen Seiten des fünften Kontinents
Nach langer Durststrecke gibt es endlich einen neuen Roman des in Australien lebenden Südafrikaners Peter Temple. »Die Schuld vergangener Tage« - im Original bereits 1998 erschienen - ist ein sehr clever gemachter Roman und belegt, dass schon der junge Peter Temple zu den ganz Großen seines Metiers gehört.
Deutschlandradio Kultur, 17. Januar 2017
 
Weltalltag im Dorf
1978 im Original erschienen, jetzt erst bei uns: »Bogmail« des irischen Autors Patrick McGinley erzählt distanziert und gleichzeitig warmherzig von einem irischen Dorf und seinen Bewohnern, die sich auch nicht von Mord und Erpressung aus ihrer heiteren Gelassenheit bringen lassen.
Deutschlandradio Kultur, 28. Dezember 2016
 
Durch Karachi pflügen
Die pakistanische Mega-City Karachi bildet mit ihren mehr als 20 Millionen Einwohnern mit unterschiedlichsten soziokulturellen und religiösen Wurzeln ein extrem unübersichtliches Terrain und ist idealer Nährboden für Intrigen, Machtkämpfe und Gewalt. Eine grandiose Kulisse für Kriminalliteratur, wie der Thriller »Der Gefangene« von Omar Shahid Hamid zeigt.
Deutschlandradio Kultur, 06. Dezember 2016
 
Wiedersehen in Trekkersburg
Der Schweizer Unionsverlag startet eine Neuausgabe der Romane des südafrikanischen Autors James McClure. Seine Reihe um Lieutenant Tromp Kramer und Sergeant Mickey Zondi von der Mordkommission im fiktiven Trekkersburg, zwischen 1971 und 1991 erschienen, ist alles andere als museal, sondern nach wie vor state of the art.
Deutschlandradio Kultur, 25. Oktober 2016
 
Zwischen langweiliger Bürokratie, Macht und Verrat
Zu seinem fünfundachtzigsten Geburtstag legt John le Carré mit »Der Taubentunnel. Geschichten aus meinem Leben« keine der üblichen selbstbeweihräuchernden Autobiographien vor, sondern ein Mosaik aus Refektionen, Begegnungen und Anekdoten. Voyeuristisches Interesse an seiner Person befriedigt le Carré nicht, aber »Der Taubentunnnel« ist eine Schatzkiste prall gefüllt mit Hintergrundmaterial zu seinen Romanen.
Deutschlandradio Kultur, 13. September 2016
 
Dennoch
Erika Krouse hat sich bis heute mit einer Reihe hoch gelobter Kurzgeschichten einen Namen gemacht. Jetzt erscheint auf Deutsch ihr erster Roman »Fight Girl«, in dem sie von einer jungen Straßenkämpferin erzählt, für die eine Niederlage zum entscheidenden Wendepunkt wird.
Deutschlandradio Kultur, 31. August 2016
 
Der Thrill des Spekulativen
Terroranschlag in Berlin - um gerade einmal zwei Sekunden verpasst eine Bombe die deutsche Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten, doch eigentlich waren die Täter viel zu professionnell, um ihr Ziel zu verfehlen. Christian von Ditfurths neuer Roman »Zwei Sekunden« ist ein schnelles, actionreiches Intrigenstück mit hochplausiblem Szenario.
Deutschlandradio Kultur, 16. August 2016
 
Die Renaissance des Noir?
Auch wenn das Subgenre nie wirklich verschwunden war, werden zunehmend wieder Krimis unter dem Label Noir vermarktet. Was sind die Gründe?
Buchkultur, Krimi Spezial, Sommer 2016
 
Terror und Lifestyle
Mit schicken zeitgeistigen Sujets wartet Joakim Zander in seinem Krimi »Der Bruder« auf. Es geht um Dschihad und marginalisierte Immigranten, um Drohnenangriffe und private Security-Firmen, um Jugendrandale und Jugendkultur. Trotz der gewichtigen Themen ist dem Autor kein großes Drama gelungen.
Deutschlandradio Kultur, 05. Juli 2016
 
Gated Community
Für sein Debüt-Roman »Die Farm« wurde Max Annas mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Auch sein zweiter Krimi »Die Mauer« ist ein klug durchdachter, hochkonzentrierter Spannungsroman, mit dem sich Annas in der Spitze der Krimiautoren etabliert.
Deutschlandradio Kultur, 01. Juni 2016
 
Vom Tiere- und Menschenschlachten
Ein Fernseh-Koch wird getötet, wohl portioniert und in Supermarkt-Kühlregalen verteilt. In ihrem zwölften Fall »Allesfresser« schickt die Stuttgarter Autorin Christine Lehmann ihre Heldin Lisa Nerz in die Welt der militanten und nicht militanten Tierschützer, der radikalen Veganer und gemäßigten Vegetarier. Lehmanns Kriminalroman ist ein nicht immer appetitlicher, politischer Krimi zum Thema Tier-Ethik.
Deutschlandradio Kultur, 11. Mai 2016
 
Big Easy als Big Sleazy
Der Texaner James Lee Burke veröffentlicht seit Mitte der 60er Romane. Seinen großen Durchbruch beim Publikum feierte er allerdings erst gut zwanzig Jahre später mit der mehrfach prämierten Krimi-Reihe um den alkoholkranken Louisiana-Cop Dave Robicheaux. Der Pendragon Verlag liefert nun mit »Mississippi Jam« einen Robicheaux-Krimi nach, der im Original bereits 1994 erschienen war. Das Buch berschreibt die blutige Jagd auf ein Deutsches Nazi-U-Boot, das während des Zweiten Weltkrieges vor der Küste Louisianas gesunken war.
Deutschlandradio Kultur, 26. April 2016
 
Kriminalliteratur - was sonst?
Ein Vortrag über die politischen Kriminalromane von Petros Markaris,
gehalten beim Symposium "Hommage à Petros Markaris",
FU Berlin, am 24. April 2016
 
Chronist des Weltalltags
Der englische Journalist Misha Glenny porträtiert in seinem glänzend recherchierten neuen Buch Der König der Favelas einen der bekanntesten Drogenbosse Brasiliens.
Freitag, Nr. 9, 3. März 2016
 
Verrückte Realität
In Niceville, einer idealtypischen Kleinstadt im Süden der USA, geraten die Dinge außer Kontrolle: Ein flüsterndes Wesen treibt die Bewohner zu ungeheuerlichen Gräueltaten, andere verschwinden spurlos und tauchen nach Jahren verwirrt wieder auf. Carsten Strouds Niceville-Trilogie, deren abschließender Band »Der Aufbruch« jüngst erschienen ist, ist ein beeindruckendes Beispiel für Genre-Crossing mit Tiefendimension.
Deutschlandradio Kultur, 19. Januar 2016
 
Krieg und Elend
Johann Haris Sachbuch »Drogen - Die Geschichte eines langen Krieges« ist eine tour de force durch ein Jahrhundert blutiger Geschichte. Schonungslos analysiert der englische Journalist die Hintergründe des War on Drugs und entlarvt eine Politik, die die imensen Profite aus dem illegalen Drogenhandel erst ermöglicht.
Deutschlandradio Kultur, 16. Dezember 2015
 
Hochkonjunktur für Spione
Der amerikanischen Schriftsteller Joseph Kanon ist Spezialist für den Kalten Krieg. Schon in mehreren Romanen bearbeitete er die späten 40er und 50er Jahre aus verschiedenen Perspektiven. Sein neues Werk »Leaving Berlin« spielt 1949 während der Luftbrücke und erzählt von einem exilierten Schriftsteller, den die frisch gegründete CIA in den Kulturbund einschleust.
Deutschlandradio Kultur, 03. Dezember 2015
 
Japanische Dichtkunst und Französisches Kino
Der Roman »Der Dieb« des Japaners Fuminori Nakamura beginnt als Porträt eines verbrecherischen Kleinunternehmers und mutiert zunehmend zum Yakuza-Epos. Diese Wendung inszeniert Nakamura mit mannigfaltigen Querverweisen auf das Französische Kino.
Freitag Nr. 46, 12. November 2015
 
Kryptisch
Krimis aus Fernost sind bei uns noch eine Seltenheit. »Das verhängnisvolle Talent des Herrn Rong« ist der erste übersetzte Roman des chinesischen Bestseller-Autors Mai Jia. Der Polit-Thriller erzählt vom Aufstieg - und Fall - eines mathematischen Genies, das für den chinesischen Geheimdienst einen als undechiffrierbar geltenden Code knackt, als Nationalheld gefeiert wird, und an seiner folgenden Aufgabe zerbricht.
Deutschlandradio Kultur, 22. Oktober 2015
 
Trash-Ästhetik und Mutterliebe
Eine leicht verkommene Barfrau aus dem White-Trash-Milieu steht im Zentrum des Debüt-Romans »Freedom's Child« der US-Autorin Jax Miller. Als die Kinder der Frau bedroht werden, beginnt sie sich aus ihrem Sumpf zu ziehen. Der Text, der als rüder Roman fern der üblichen Format-Krimis beginnt, verliert durch die Reduktion der Hauptfigur auf den Wert der Mutterliebe
Deutschlandradio Kultur, 4. September 2015
 
Top Secret
Allen Unkenrufen zum Trotz hat sich der Polit-Thriller mit dem Ende des Kalten Krieges nicht von der kriminalliterarischen Bühne verabschiedet, sondern erlebt eine beachtliche Renaissance
Freitag Nr. 35, 27. August 2015
 
Höllentrip mit einem Funken Hoffnung
Der in Deutschland noch recht unbekannte französische Autor Antonin Varenne hat mit »Die sieben Leben des Arthur Bowman« einen Roman vorgelegt, der an die Wurzeln der Gründungsnarrative der kapitalistischen Gesellschaften geht. An Geist und Köper gemartert, folgt die titelgebende Figur einem Serienkiller von den Londoner Docks quer durch die vom Bürgerkrieg geschüttelten Vereinigten Staaten.
Deutschlandradio Kultur, 24. Juli 2015
 
Internationale Kompatibilität
Kriminalliteratur aus Afrika ist auf dem besten Wege, sich global zu etablieren und sorgt für frisches Blut. Zu lesen bekommen wir indes nur das, was hier als gut verkäuflich eingeschätzt wird. Und das wiederum schlägt auf die Produktion zurück.
LiteraturNachrichten Nr.123, Sommer 2015
 
Terrorismus und Deutungshoheit
Terrorismus ist ein ideales Thema für die Kriminalliteratur. Die Figur des "Terroristen" bevölkert nicht nur den Polit-Thriller, sondern ist bis in die seichteren Sphären der Kriminalliteratur vorgedrungen.
Buchkultur, Krimi Spezial, Sommer 2015
 
Cary Grant in geheimer Mission
Das fünfköpfige italienische Autorenkollektiv Wu Ming hat einen vielstimmigen Hybrid-Roman veröffentlicht, in dem sich Elemente aus Spionage-, Abenteuer-, Gangster- und Kriminalroman entdecken lassen, die mit zeitdokumentarischen Texten und Kommentaren versetzt werden. Perspektiven und Stränge wechseln, und Fakt und Fiktion geraten in elegante Bewegung.
Deutschlandradio Kultur, 19. Juni 2015
 
Spirit of Europe
In Merle Krögers aktuellem Roman »Havarie« kreuzen sich die Wege vier unterschiedlicher Schiffe auf dem Mittelmeer. Es kommt zur Kollision eines Schlauchboots voller Flüchtlinge mit einem luxuriösen Kreuzfahrtschiff. Krögers außergewöhnlicher Kriminalroman ist Flüchtlingsdrama, Kaleidoskop von Menschenschicksalen im Sturm globaler Konflikte und großes Gesellschaftspanorama.
Deutschlandradio Kultur, 21. Mai 2015
 
Paradies auf Erden
Martin Burckhardt zeichnet in seinem dystopischen Zukunftsthriller »Score« das Bild einer Gesellschaft, die sich in einer IT-optimierten Zone abschottet und sich zum benevolent-totalitären Überwachungsstaat entwickelt.
Deutschlandradio Kultur, 09. April 2015
 
Noir im fiesesten Sinn
Romane der Kategorie "alternate history" sind besonders in England sehr beliebt. Die walisische Autorin Jo Walton versucht mit einer Trilogie zu ergründen, deren erster Teil »Die Stunde der Rotkehlchen« auf Deutsch erschienen ist, wie sich auch auf der Insel der Faschismus breitgemacht haben könnte. Der Roman ist kein amüsant-gemütliches Spiel mit Geschichte, sondern ein sehr unbequemes Projekt.
Jüdische Allgemeine, 12. März 2015
 
Geister der Vergangenheit
Mit seiner Rache-Trilogie wurde der südafrikanische Autor Mike Nicol international bekannt. Sein neuer Krimi »Bad Cop« erzählt die Geschichte des korrupten Ex-Polizeichefs von Kapstadt, der einen verborgenen Schatz aus Apartheidszeiten bergen will. In die Quere kommt dem Bad Cop ein Winslow-esker Surfer, Gelegenheitsdealer und Privatdetektiv. Ein wütender, kalt analysierender Roman über die Geister der Vergangenheit, die die südafrikanische Gegenwart vergiften.
Deutschlandradio Kultur, 06. März 2015
 
An der Schnittstelle zwischen dem offiziellen und dem inoffiziellen Rom
Zu den spannendsten politischen Kriminalschriftstellern in Europa gehört Giancarlo De Cataldo, der mit »Romanzo Criminale« einen Meilenstein geschrieben hat. In seinem neuen Roman »Suburra. Schwarzes Herz von Rom«, gemeinsam mit dem Journalisten und Drehbuchautor Carlo Bonini verfasst, malt er vor dem Hintergrund des dämmernden Berlusconi-Systems ein Panorama aus Gewalt, Niedertracht und Gier.
Freitag, 05. März 2015
 
Der Polit-Thriller im Wandel der Zeit - ein Schnelldurchgang
Seit gut hundert Jahren begleitet der Poltitthriller die Realpolitik auf diesem Planeten und folgt den Veränderungen der demokratischen Kulturen. Ein Überblick für Eilige.
Gutenbergs Welt, WDR 3, 01. Februar 2015
 
Schön deprimierend
Düster, klaustrophobisch, deprimierend - und am Ende droht ein schlimmes Schicksal. So lässt sich Dave Zeltsermans roman noir »Killer« resümieren, in dem - natürlich - auch eine schöne Frau auftritt, der nicht ganz zu trauen ist. So weit so klassisch, doch Zeltserman übernimmt nicht bloß traditionelle Erzählkonstellationen, sondern macht neue Dinge daraus.
Deutschlandradio Kultur, 16. Januar 2015
 
Eine Stadt zu zynisch zum Trauern
Völlig unterschätzt wird bei uns die schottische Schriftstellerin Denise Mina. In ihrem neuen Roman »Das Vergessen« führt sie zurück in die Nacht vom 31. August 1997, als Lady Di in Paris tödlich verunglückte. Mina stellt unbequeme Fragen etwa über korrumpierte Institutionen und hebt sich wohltuend ab von ihren Kollegen, die den Krimi-Schauplatz Schottland häufig folkloristische darstellen.
Deutschlandradio Kultur, 18. Dezember 2014
 
Im Osten die Bösen
Ist dem hölzernen US-Patrioten Tom Clancy ein prophetischer Roman gelungen? Der im Oktober 2013 verstorbene Autor hat einen Roman hinterlassen, in dem Russland die Krim anektiert und einen neuen Kalten Krieg heraufbeschwört. Strippenzieher ist ein russischer Präsident mit KGB-Vergangenheit, der mit dem organisierten Verbrechen kooperiert, um ungeheure Reichtümer anzuhäufen.
Deutschlandradio Kultur, 20. November 2014
 
Der Marquis als Solitär
Die Werke des Marquis de Sades sind Schlüsseltexte zum Verständnis der Moderne. Pünktlich zu 200. Todestag des Marquis legt der Freiburger Historiker Volker Reinhardt eine de-Sade-Biographie vor, die sich - wie es im Untertitel heißt -, an einer "Vermessung des Bösen" versucht.
Freitag, 20. November 2014
 
Fernes Echo besserer Tage
Don Winslow hatte mit seinem letzten Roman »Vergeltung« seine Reputation als Autor, der Kriminalliteratur auf hohem Niveau produziert, beschädigt. Auch mit seinem aktuellen Werk »Missing. New York« stolpert Winslow in einige Simplitätsfallen und stellt sich in die Tradition reaktionärer Modernitätskritiker.
Freitag, 13. November 2014
 
Selbstreflektorischer Seitenhieb aufs Krimigenre
»Absolute Zero Cool« des irischen Schriftstellers Declan Burke ist ein Meta-Kriminalroman voll selbstreflexiver Schleifen, Anspielungen und Zitaten. Declan Burke beweist beachtliche Belesenheit, kann aber keine neuen Funken schlagen.
Die Zeit, 06. November 2014
 
Und über allem die Natur
Endlich wieder präsent auf dem deutschen Buchmarkt ist James Lee Burke, einer der großen zeitgenössischen US-Autoren. In seinem aktuellen Roman »Regengötter« erzählt in eigenwilliger Prosa von einem Massaker nahe der texanisch-mexikanischen Grenze, dem neun Frauen asiatischer Herkunft zum Opfer fielen. Burke überzeugt mit einem straffen, harten Plot, facettenreichen Figuren und stimmungsvollen Beschreibungen der Natur.
Deutschlandradio Kultur, 21. Oktober 2014
 
Meditationen über Gewalt
Das Muster scheint bekannt: Ein alter, zittriger Sheriff sattelt ein letztes Mal sein Pferd und macht sich noch einmal auf die Suche nach einem Bösewicht. Klassischer, kraftvoller Westernstoff, wie wir ihn etwa aus Filmen von Sam Peckinpah oder den Coen-Brüdern kennen. Der amerikanische Autor Bruce Holbert indes dreht in seinem Roman »Einsame Tiere« den Western um - und damit auch die Werte, die das Genre repräsentiert.
Deutschlandradio Kultur, 18. September 2014
 
Beseelte Tiere
Mit einer außergewöhnlichen Erzählperspektive wartet franko-kanadische Autor Wajdi Mouawad in seinem Roman »Anima« auf: Er lässt einen Frauenmord in Montréal und die Aufklärung weitgehend von unterschiedlichen Tieren rapportieren - von Katzen, Goldfischen, Gelbfiebermücken, Möwen und Rotfüchsen. Tragfähige Kritik am anthropozentrischen Erzählen, oder doch ein überladenes Unterfangen?
Deutschlandradio Kultur, 08. August 2014
 
Neue Unübersichtlichkeit
Der Amerikaner Joseph Kanon verpackt in seinen Romanen immer ein reales Ereignis in einer spannden Geschichte. Sein neuer Roman führt nach Istanbul unmittelbar nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, eine der wenigen neutralen Metropolen. Die Stadt ist Magnet für legale und illegale Flüchtlinge, aber auch für Geheimdienstler aller Welt, die sich vor dem Hintergrund des aufziehenden Kalten Krieges neu positionieren und neue Allianzen eingehen müssen.
Deutschlandradio Kultur, 24. Juli 2014
 
Mit Idealismus in der Weltpolitik mitmischen
Olen Steinhauers neuer Polit-Thriller »Die Kairo-Affäre« spielt im Jahre 2011 während des lybischen Bürgerkrieges, und analysiert die Auswirkungen des Zusammenbruchs des Gaddafi-System auf die Macht- und Kräfetverhältnisse in der Region. Der clever inszenierte Roman ist Kritik und Demontage amerikanischer Omnipotenzvorstellungen, mit denen sich Steinhauer bereits in seiner Milo-Weaver-Triologie befasste.
Deutschlandradio Kultur, 04. Juli 2014
 
Rührende Aufklärung
Über Krimis, die dem Leser erklären wie es zugeht auf der Welt.
Buchkultur, Krimi Spezial, Sommer 2014
 
Szenen von Gewalt und Verbrechen
Bereits vor 50 Jahren erschien im damals literarisch renommierten Limes-Verlag John Hawkes Roman »Die Leimrute«, der als einer der Vorbereiter der Postmoderne galt. Anläßlich des Publikationsjubiläums wird das sperrige, aber faszinierende Buch um ein geklautes Rennpferd, Wettmanipulationen und die allmähliche Kriminalisierung eines gelangweilten Spießerpärchens neu aufgelegt.
Deutschlandradio Kultur, 18. Juni 2014
 
Sinnvoll Sterben
Ein Vortrag über Kriminalität und Religiösität.
Unredigiertes Vortrags-Manuskript, gehalten auf der Tagung: »Transmediale-Transversale Texturen Teil 1« - Arbeitskreis und Projekt "Literatur und Theologie" am Seminar Katholische Theologie der Universität Flensburg und dem Centro Studi Sara Valesio.
Bologna - New York. 12./13. Juni 2014.
 
Mechanische Bienen
Nick Harkaway, ein Sohn John le Carrés, hat einen 600 seitigen, fabulierfreudigen Roman vorgelegt, in dem ein diabolischer Schurke die Welt und darüber hinaus gleich das ganze Universum zu vernichten droht - mit der radikalen Wahtheit. Ein gelehriges Lesevergnügen mit multiplen Kontexten und Subtexten.
Deutschlandradio Kultur, 16. Mai 2014
 
Saboteure am Wertesystem
Country Noir zeichnet sich aus durch thematische und formelle Vielfalt. Wieviel unterschiedlichen Facetten das Subgenre bietet, zeigt ein Überblick über aktuelle Neuerscheinungen.
freitag, 14. Mai 2014
 
Eine Stadt in Angst
Lee Childs Serienfigur Jack Reacher, der ehemalige Militär-Polizist, ist die Fleisch gewordene Zivilgesellschaft: Er mischt sich ein, wenn er Unrecht wittert, ohne Auftrag oder Mandat. In seinem 15. Auftritt, gerade unter dem Titel »Wespennest« erschienen legt Reacher sich an mit ein paar Lokaltyrannen im dünn besiedelten Nebraska und bringt damit größere Geschäftskreise durcheinander.
Deutschlandradio Kultur, 08. Mai 2014
 
Irgendwo in Mexiko
Mit seinem erfreulich unambitioniertem Thriller »Die Tote von San Miguel« und einem unterhaltsamen Spiel mit kriminalliterarischen Klischees erinnert der amerikanische Autor Jonathan Woods daran, dass Kriminalliteratur Literatur von unten ist und genau darin ihre Subversivität liegt.
Deutschlandradio Kultur, 04. April 2014
 
Porträts über Krisenverlierer
Nach dem zweiten Weltkrieg schickte sich Amerika an, das Problem der Mafiabanden durch Ausweisungen zu lösen. In der "alten Heimat" waren die Arbeiter der Gewalt indes auch nur wenig gelitten, und fristeten meist ein wenig glamouröses Leben am unteren Rand der Gesellschaft.
freitag, 16. März 2014
 
Faust meets the Blues
»Roadkill« von Eyre Price erzählt von einem abgebrannten Musikproduzenten, der der russischen Mafia viel Geld schuldet und von zwei Killern verfolgt wird. Die Story beschreibt eine Hetzjagd über die legendären amerikanischen Highways und ist gleichzeitig eine Schnitzeljagd quer durch die Geschichte der amerikanischen Blues- und Rockmusik von Robert Johnson bis Kurt Cobain.
Deutschlandradio Kultur, 13. Februar 2014
 
Wenn Winslows Wildgänse kommen...
Unangefochten gehört Don Winslow zu den besten Krimiautoren unserer Tage. Umso erschütternder, dass der amerikanische Schriftsteller mit seinem aktuellen Roman »Vergeltung« eine flache Söldnerschote abliefert, die knietief im Klischee und heroenhaften Soldatenblut watet, und dem rechten Flügel der US-Politik nach dem Munde redet.
Deutschlandradio Kultur, 21. Januar 2014
 
Was frommt den Gangster?
Dennis Lehanes 600-Seiten-Werk »In der Nacht« bietet ein Breitbandpanorama auf die unterschiedlichen Facetten des Gangstertums zur Prohibitionszeit. Er zeigt Aufstieg des irischen Gangsters Joe Coughlin aus Boston, der sich mit einem italienischen Mafioso verbündet und dessen Geschäfte Florida führt. Gewisse Parallelen zu »Boardwalk Empire«, der von Martin Scorsese inspirierten TV-Serie, sind nicht zu übersehen.
Deutschlandradio Kultur, 09. Januar 2014
 
Die Queste nach dem argentinischen Wesen
In einem neuen Werk inszenieren die argentinischen Comic-Künstler José Muñoz und Carlos Sampayo das Leben des und den Mythos um Carlos Gardel, dem argentinischen Tango-Star im Rang eines Nationalhelden.
LiteraturNachrichten Nr. 119, Winter 2013
 
Boardwalk Empire
Cargo, Nr. 20, 11. Dezember 2013
 
Parcours der niedersten Instinkte
Fieslinge sind das Lieblingsthema der brasilianischen Schriftstellerin Patrícia Melo. Auch in ihrem neuen Roman »Leichendieb« verstrickt sich die namenlose Hauptfigur in einer Welt aus Betrug und Erpressung. Der besondere Charme: Bei Melo wird jede moralisch-ethisch "schlechte" Entscheidung zur gesellschaftlich vorteilhaften, gewinnbringenden Entscheidung.
FREITAG 47, vom 21.11.2013, Krimi-Special
 
Eine Kettenreaktion aus Delikt und Verfolgung
Louisiana 23. Mai 1934: Im Kugelhagel der Polizei sterben Bonnie Parker und Clyde Barrow, eigentlich amateurhafte Kleinkriminelle, die erst mit ihrem gewaltsamen Tod zu Ikonen werden. In ihrer brilliant geschriebenen Studie bettet die Autorin Michaela Karl das berühmte Gangsterpärchen ein in Sozialgeschichte der Zeit. Sie zeigt, wie Menschen zu Verbrechern werden und wie der Mythos um Bonnie & Clyde entstanden ist.
Deutschlandradio Kultur, 14. November 2013
 
Geschäftsleute mit Knarren
Der brititsche Historiker John Dickie will in seinem neuen Buch »Omertà« gleich die "ganze Geschichte der Mafia" und ihrer Stämme - der Camorra, Cosa Nostra und 'Ndrangheta - beleuchten. Ein hoch ambitioniertes Projekt, das nur zum Teil gelungen ist.
Die Zeit Nr. 46, 07. November 2013
 
Der Mann aus dem Apparat
Der englische Schriftsteller Robert Harris hat sich auf historische Stoffe spezialisiert. In seinem neuen Roman »Intrige« bearbeitet er den Fall des französischen Hauptmanns Alfred Dreyfus, der 1895 zu Unrecht wegen Landesverrats angeklagt und verurteilt wurde. Der Held in Harris' Roman - nicht der Angeklagte selbst, sondern ein Beobachter des Prozesses -, mutiert vom Anhänger des militärischen Systems zu einem Zweifler, und wird schließlich zu einem Whistleblower des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Deutschlandradio Kultur, 06. November 2013
 
Kabinett der Aufsteiger, Krisengewinnler, Lügner
Eine Laudatio an die brasilianische Schriftstellerin Patrícia Melo, die für ihren Roman »Leichendieb« mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet wurde.
Gehalten am 13.10.2013 auf der Frankfurter Buchmesse
 
Individuen und Weltpolitik
Robert Wilson hat mittlerweile einige Krimis veröffentlicht, die international Beachtung fanden. Auch in Deutschland hat sich der Brite sein Publikum erobert, 2003 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Sein neues, komplexes Buch »Stirb für mich« erzählt in diversen Erzählsträngen von der Entführung der Tochter eines indischen Großindustriellen und verbindet gleich drei Subgenres der Kriminalliteratur, den Politthriller, den Gangsterroman und den Psychothriller.
Deutschlandradio Kultur, 10. September 2013
 
Ins Herz der Finsternis
Der kleine Prospero Verlag aus Münster traut sich was und widmet sich scherpunktmäßig polnischer Kriminalliteratur, etwa dem Thriller »21:37« von Mariusz Czubaj. Das Buch bearbeitet Gegenwartsthemen, die literarisch so auch anderswo funktionieren würden. Ein spezifischer "polnischer Mehrwert" resultiert aus der spanndenden Hauptfigur, dem deutschstämmigen Außenseiter Rudolf Heinz, der mit feinem Ohr den Leuten zuhört und die Befindlichkeiten der polnischen Gesellschaft einfängt.
Deutschlandradio Kultur, 08. August 2013
 
Does Anything Go?
Die Rolle der Postmoderne für den Kriminalroman.
Buchkultur, Krimi Spezial, Sommer 2013
 
Gefährdete Idylle
Schlangen und andere beunruhigende Wesen bevölkern Stephen Dobyns neuen Roman und versetzen das Provinzstädtchen Brewster in Rhode Island in Angst und Schrecken. Der Teufel selbst, so scheint es, ist los im »Fest der Schlangen«, einer verwundenen, vielschichtigen Geschichte mit riesigem Figurenensemble.
Deutschlandradio Kultur, 19. Juni 2013
 
Erbitterter Kampf um die Macht im Staate
Der amerikanische Autor Olen Steinhauer hat sich mit seiner Trilogie um den melancholischen Agenten Milo Weaver in die erste Reihe der Polit-Thriller-Autoren geschrieben. Weaver und seine Kollegen sind dafür zuständig, politische Probleme mit radikalen Mitteln zu lösen. Im aktuellen Roman »Die Spinne« verhandelt Steinhauer mit eleganten literarischen Mitteln den amerikanisch-chinesischen Zweikampf um die Vorherrschaft in der Welt.
Deutschlandradio Kultur, 26. Mai 2013
 
Der Anti-Bond
Mit seinem Roman »Der Spion, der aus der Kälte kam« hat John le Carré 1963 den wohl berühmtesten Spionage-Thriller der Geschichte vorgelegt. Anlässlich des 50. Jahrestages des Erscheinens wartet der Ullstein Verlag mit einer Neuübersetzung des Klassikers auf. Das Werk kommt aber nicht nur äußerlich aufgehübscht daher, sondern ist auch lange Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges taufrische Literatur.
Deutschlandradio Kultur, 07. Mai 2013
 
Auf dem Weg nach oben
Giancarlo De Cataldo hat sich als Richter in Rom unmittelbar mit dem Organisierten Verbrechen auseinandergesetzt. In seinen Romanen erzählt er die Geschichte des Aufstiegs und Falles eines kleinen, römischen Vorstadtgangsters, der sein tristes Leben hinter sich lassen und nach den Sternen greifen will. Cataldos Romane sind nicht bloß Gangsterporträt, sondern Porträt einer Gesellschaft, in der Gangster konstitutive Teile sind.
Deutschlandradio Kultur, 10. April 2013
 
Kriminalliterarische Equilibristik
Für ihr Debüt »Die Stadt der Toten« erhielt Sara Gran den Deutschen Krimipreis. Nun liegt der zweite Roman »Das Ende der Welt« vor, in dem wieder Claire DeWitt ermittelt. DeWitt ist nicht nur die "beste Detektivin der Welt", sondern der literarische Gegenentwurf zu allen Heldinnen, die die Kriminalliteratur in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat.
Deutschlandradio Kultur, 22. März 2013
 
Viel los in Kentucky!
Elmore Leonard bewegt sich auch in seinem neuen Buch »Raylan« in den Bereichen, wo der Fokus der hohen Literatur meist nicht hinreicht. Diesmal ist sein Schauplatz eine heruntergekommene Bergbauregion in Kentucky, in der die Menschen zum ökonomischen Überleben kreative Formen der Einkommenssicherung beherrschen müssen.
Deutschlandradio Kultur, 12. März 2013
 
Cambridge Six
Charles Cummings spielt in seinem Spionageroman »Die Trinity Verschwörung« mit der Idee, dass es neben den fünf bekannten sowjetisch-britischen Doppelagenten um Kim Philby einen sechsten gegeben haben könnte. Der Roman überzeugt als federleichte, heitere Hommage an die Klassiker des Genres.
Deutschlandradio Kultur, 29. Januar 2013
 
Remote Control
Der Sicherheitsexperte Armin Krishnan beschäftigt sich in seinem Essay »Gezielte Tötung« mit der avancierten Militärtechnik, die es erlaubt, die masterminds des militärischen Gegners mit perfekter Überwachungstechnologie zu identifizieren und auszuschalten. Sind derartige Tötungen Staats-Terrorismus? Wer verfügt über die Definitionsmacht, entsprechende Ziele zu bestimmen? Wer kontrolliert die Abschussliste?
Deutschlandradio Kultur, 03. Januar 2013
 
In der Hölle von Cape Town
Ein Heckenschütze in Kapstadt droht damit, jeden Tag einen Polizisten zu erschiessen, um die Wiederaufnahme einer Mordermittlung zu erzwingen. Ermittler Bennie Griessel steht vor einem Rätsel. Ihm bleiben nur sieben Tage, um den Erpresser zu stoppen und ein Blutbad zu verhindern.
Literaturnachrichten, 29. Jahrg., Nr. 115, Winter 2012
 
Aufs Kreuz gelegt
Der Szenarist Matz und der Zeichner Paolo Bacilieri machen aus einer literarischen Vorlage Daniel Chavarrías, die nicht wirklich zu den Meisterwerken der kubanischen Literatur zu zählen ist, einen Comic, der prächtig funktioniert.
Literaturnachrichten, 29. Jahrg., Nr. 115, Winter 2012
 
Oberfläche und Tiefenstruktur
In Craig Robertsons Roman »Snapshot« steht die Fotografie im Mittelpunkt. Hauptfigur ist der Polizeifotograf Tony Winter aus dem schottischen Glasgow, der mit seiner Kamera die Desaster des Alltags protokolliert und diese zu einer obsessiven Kunst erhebt.
Deutschlandradio Kultur, 04.12.2012
 
Chronik der schmutzigen Kriege
Mit seinen Romanen »Frankie Machine«, »Tage der Toten« und »Zeit des Zorns« hat sich der US-Autor Don Winslow in der internationalen Spitze der Krimiszene etabliert. Sein jüngster Roman »Kings of Cool«, ein prequel zu »Zeit des Zorns«, porträtiert die drei Ex-Hippie-Kids Ben, Chon und Ophelia, genannt O, und erzählt die Geschichte der südkalifornischen Drogenkultur von den Anfängen bis zu den knallharten Verteilungskämpfe der Narco-Kriege in Nordmexiko und den USA.
Freitag, 22. November 2012
 
Der Stand der Dinge
Ein Kurzvortrag als Diskussionsgrundlage zum Thema: "Der Stand der Dinge", während der Tagung Evidenz Identität Fiktion. Der Krimi als Wissensgeschichte und Kulturanthropologie. Universität Salzburg (FB Germanistik, Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst; Arts & Humanities), am 16./17. November 2012
 
Europa und der Stier
Krimi-Szene Europa. Ein Vortrag gehalten an der Evangelischen Akademie Villigst,
31.10.2012
 
Die humanistische Wertewelt in Trümmern
Die Romane des amerikanischen Autors Jim Thompson sind ein eigenes Genre. Der Heyne-Verlag wagt sich an einige sperrige Frühwerke des Schriftstellers, die bisher noch nicht übersetzt wurden.
ZEIT, Krimi Spezial, 31.10.2012
 
Frauen, Fussball, Saufen
Die Fußballweltmeisterschaften von 1982 und 2006, die beide Italien gewonnen hat, bilden die zeitliche Klammer in Roberto Costantinis Roman »Du bist das Böse«. 1982 verpfuscht der junge Polizist Michele Balistreri eine Mord-Ermittlung, und sein Versagen hat fatale Folgen. Als ein knappes Vierteljahrhunder später, während der WM von 2006, wieder Morde passieren, die Parallelen zu den Ereignissen von 1982 aufweisen, bekommt Commissario Balistreri eine zweite Chance. Im ersten Band einer Trilogie um den römischen Polizisten Balistreri überzeugt der Autor Roberto Costantini mit einem wuchtigen Panorama.
Deutschlandradio Kultur, 04.10.2012
 
Lyrik des Mordens, Grammatik des Todes
Man kann sich ihnen nicht entziehen - sind Krimis die neue Pest?
taz, 29.09.2012
 
Betriebsquerelen
Das Feuilleton ventiliert und arbeitet sich im Zuge der Diskussions über Thomas Steinfelds und Martin Winklers Roman »Der Sturm« an dem ab, was es standardmäßig ignoriert - dem Kriminalroman.
taz, 25.08.2012
 
Melancholische Menschen in Schonen
Wenn ein bekannter Feuilletonist einen Krimi schreibt, in dem ein nicht minder bekannter Herausgeber einer deutschen Zeitung gemeuchelt wird, rappelt es gewaltig im deutschen Blätterwald. Entsprechend groß ist die Aufregung um den Roman »Der Sturm«, den das Autoren-Duo Thomas Steinfeld und Martin Winkler unter dem schwedischen Pseudonym Per Johansson vorgelegt haben. Das Opfer spielt tatsächlich nur eine marginale Rolle, und auch die aufgeregten Besprechungen können nicht davon ablenken, dass es sich bei dem»Sturm« um einen durch und durch biederen kriminalliterarischen Text handelt.
Deutschlandradio Kultur, 20.08.2012
 
Klischeefreies Panorama
Accra, Hauptstadt des westafrikanischen Staates Ghana, ist eine der kommodesten Metropolen des schwarzen Kontinents mit einer funtionierenden Infrastruktur und einer sich ausbildenden Mittelschicht. Die Stadt boomt und zieht die Bevölkerung aus dem ghanaischen Hinterland an, darunter auch viele Kinder, die auf den Straßen leben. In seinem neuen Kriminalroman, der schlicht »Accra« heißt, erzählt der aus Ghana stammende und in den USA lebende Autor Kwei Quartey von einer rituellen Mordserie an den Straßenkids, die auch hartgesottene Cops der Stadt erschüttert.
Deutschlandradio Kultur, 09.08.2012
 
Reichtum am Horizont
Somalische Piraten rauben keine Güter, sondern nehmen Matrosen als Geiseln und erpressen Lösegeld. Damit tragen sie geschätzte 15% zum somalischen Bruttosozialprodukt bei - und stören die fragilen Abläufe der Just-in-time-Produktion in den europäischen Fabriken. Der Historiker Ralph Klein beschreibt in seinem provokanten Essay die Moderne Piraterie als eine Art Notwehrmaßnahme und widerspricht damit der konsensualen Darstellung aus Politik und Medien, in der die Piraterie am Horn von Afrika als organisierte Kriminalität oder maritimer Terrorismus gesehen wird.
Deutschlandradio Kultur, 02.08.2012
 
Illegale Ordnung
Alle sind zufrieden mit dem Stand der organisierten Kriminalität in Newcastle ganz im Norden Englands - die Polizei, die Politik und die Gangster selbst, denn organisierte Kriminalität ist viel schöner als unorganisierte Kriminalität. Damit die Maschinerie ihren geschmeidigen Gang gehen kann, bedarf es des Cash-Flows auch zu übergeordneten Einheiten etwa in London, die unmittelbaren Einfluss auf die Justiz nehmen können. Als sich ein Geldbote mit dem Schmiergeld unerlaubt von der Truppe entfernt, gerät der Geldfluss in Stocken, und der consigliere des Syndikats in Newcastle hat 72 Stunden Zeit, den Defekt zu beheben.
Deutschlandradio Kultur, 20.07.2012
 
Warum "Innovation" in der Kriminalliteratur weit überschätzt ist
Buchkultur, Krimi Spezial, Juni 2012
 
Verwüstete Stadt- und Seelenlandschaften
Mit Claire DeWitt hat die junge amerikanische Autorin Sara Gran eine der seltsamsten Privatdetektiv-Figuren überhaupt erschaffen. DeWitt ist eine tätowierte, trinkfeste und durchaus gewaltbereite Mythomanin, die ihre Fälle auf unterschiedlichen Realitätsebenen angeht und Träumen und Halluzinationen ebenso vertraut wie dem nüchternen Verstand. In ihrem Debüt »Die Stadt der Toten« macht sich "die beste Ermittlerin der Welt" auf die Suche nach einem Staatsanwalt, der in den verheerenden Verwüstungen des Hurrikans Katrina und dem folgenden Krisen-Missmanagement in New Orleans spurlos verschwunden ist.
Deutschlandradio Kultur, 27.06.2012
 
Die einen sind reich, die anderen tot
Der südafrikanische Autor Andrew Feinstein hat zehn Jahre lang für sein Buch »Waffenhandel« recherchiert. Herausgekommen ist eine akribische, aus kalter Wut geborene Studie, die mit klarem Blick eines der größten Probleme der Menschen analysiert und mit diversen globalen Heimsuchungen unserer Zeit verknüpft.
Deutschlandradio Kultur, 22.05.2012
 
Grauzone
Der australische Autor Peter Temple, weltweit mit seinen Poltitthrillern erfolgreich, hat zwei Jahre als Übersetzer in Hamburg gelebt. Die deutsche Hansestadt spielt in seinem Roman »Tage des Bösen« eine prominente Rolle, der nun zehn Jahre nach der Originalausgabe auf Deutsch erschienen ist. Hamburg ist der Sitz der Firma Weidermann & Kloster, die mit Informationen dealt und in der Grauzone zwischen Geheimdiensten, Großindustrie und Politik agiert.
Deutschlandradio Kultur, 18.05.2012
 
Publikumsliebling und Forschungslücke
Kriminalliteratur in der Literaturwissenschaft. Ein Vortrag gehalten an der Evangelischen Akademie Loccum,
08.05.2012
 
Trends werden noch immer außerhalb des Netzes gemacht
Carlos Bernasconi im Gespräch mit Thomas Wörtche über Krimi-Blogs
Schweizer Buchhandel, Heft 5/2012 vom 26. April
 
Terror-Szenarien
Jenseits aller Italo- und Mafia-Klischees haben die Autoren Giancarlo de Cataldo und Mimmo Rafele einen verstörenden Politthriller geschrieben, in dem rechtsgerichtete Polizei-Einheiten Terror und Angst verbreiten, um das Land von allen Elementen zu säubern, die ihnen störend erscheinen. Der Ordnungsfraktion entgegen stellt sich eine verfassungspatriotische Fraktion in der italienischen Polizei, die mit nicht minder schmutzigen Tricks zu Werke geht. De Caldo und Rafele ist eine düstere Dystopie gelungen, die man durchaus für real halten könnte.
Deutschlandradio Kultur, 24.04.2012
 
Die CIA am Nasenring
Mit seinem aktuellen Roman »Der Deal« präsentiert sich der amerikanische Journalist und Politthriller-Autor David Ignatius in Höchstform: Ermüdet von der langwährenden Inkompetenz der CIA, so schreibt er in seinem neuen Roman, installiert die Obama-Administration einen neuen Schatten-Geheimdienst, der hauptsächlich mit unendlich vielen Dollars Bewegung bringen sollen in die globalen Konfliktzonen. Wie generiert man viel Geld für einen Dienst, der sich der demokratischen Kontrolle entzieht? Wie verhindert man, dass ein Dienst, der mit derartig viel Geld operiert, zu einem Selbstbedienungsladen verkommt?
Deutschlandradio Kultur, 06.04.2012
 
Nachwort zu Ross Thomas: Am Rand der Welt (Out on the Rim, 1986)
Eine Krimi-Analyse.
April 2012
 
Nachwort zu Eric Ambler: Anlass zur Unruhe (Cause for Alarm, 1938)
Eine Krimi-Analyse.
März 2012
 
Let's get physical
In ihrem neuen Roman »Die Rachegöttin« erzählt die Schriftstellerin Christa Faust eine klassische "Auf-der-Flucht"-Geschichte. Ihre Story ist einfach, schnell, dynamisch, der Stil roh, grell und bunt. Fausts Roman funkelt in der Masse stromlinienförmig gestylter Kriminlaromane wie ein Rohdiamant.
Deutschlandradio Kultur, 16.02.2012
 
Planlos in Kapstadt
Südafrika ist zum Land großartiger Kriminalliteratur geworden. Neu erschienen ist von Mike Nicol der Roman »Payback«, erster Teil einer kriminalliterarischen Trilogie über das Neue Südafrika seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Nicol erzählt von der Vergangenheit, die zurückschlägt, und porträtiert eine Gesellschaft, die eigentlich in Frieden leben möchte, aber nicht zur Ruhe kommen kann.
Deutschlandradio Kultur, 06.01.2012
 
Satire mit Mord und Horror
Elterlicher Ehrgeiz kann grenzenlos sein - und über Leichen gehen. Auch über Kinderleichen. Dann etwa, wenn der eigene Nachwuchs auf der Warteliste für ein prestigeträchtiges Berliner Gymnasium positioniert und die unliebsame Konkurrenz auf den Spitzenplätzen aus dem Weg geräumt werden soll. Rob Alef zeichnet in seinem dritten Kriminalroman »Kleine Biester« das Sittenbild einer selbstgefälligen, aufstrebenden Mittelschicht, das er mit einer Prise Horror würzt.
Deutschlandradio Kultur, 23.11.2011
 
Im Gleichschritt aus den Niederungen
Seit den Zeiten der Sonntagszeitungs-Comics gehören Kriminalliteratur und Comics zusammen. Gemeinsam haben sie den Weg aus den Niederungen der Literatur bis zur den Höhen des aktuell boomenden Marktes beschritten. Thomas Wörtche stellt Ihnen ein paar aktuelle kriminalliterarische graphic novels vor
Die Zeit, KRIMI-Spezial, 03.11.2011
 
Burnout in Florida
Irvine Welsh, seit seinem Debüt »Trainspotting« weltberühmter schottischer Autor, erzählt in seinem neuen Roman »Crime« von einem Cop aus Edinburgh, der sich in Florida von seinem Burnout erholen will. Nach einer durchzechten Nacht indes sieht sich der Polizist mit einem pädophilen Ring konfrontiert, und er versucht mit allen Mitteln ein zehnjähriges Mädchen vor ihren Peinigern zu retten. Die flotte Story in guter hardboiled-Tradition unterbricht Welsh mit manieriert erzählten Rückblenden, in denen sich die Vorgeschichte der Hauptfigur entfaltet.
Deutschlandradio Kultur, 01.11.2011
 
Rachefeldzug durchs Wirtschaftswunderland
Ein Jahr vor seinem Welterfolg »Der Pate« veröffentlichte Mario Puzo unter dem Pseudonym Mario Cleri einen kleinen, trashigen Roman über einen ehemaligen amerikanischen Agenten, der von den Nazis bestialisch gefoltert wurde, und Jahre später nach Europa zurückkehrt, um sich an seinen Peinigern zu rächen. Obgleich sprachlich eher aus grobem Holz geschnitzt, überzeugt das Buch mit diversen Miniaturen aus dem deutschen Nachkriegs-Alltagsleben, die die feiste Selbstgefälligkeit einer vom Wirtschaftswunder berauschten Wohlstandsgesellschaft dokumentieren.
Deutschlandradio Kultur, 28.09.2011
 
Tatort Baltimore
Mit 20 Jahren Verspätung ist David Simons True-Crime-Klassiker »Homicide« jetzt auf Deutsch erschienen. Getarnt als "Polizeipraktikant" hatte der Autor ein Jahr lang die Cops in Baltimore auf ihren mörderischen Straßen begleitet. In seiner 800 Seiten umfassenden Reportage, die Grundlage der famosen TV-Serien »Homicide« und später »The Wire«, wurde, beschreibt David Simon den Polizei-Alltag als ein Kontinuum aus Mord und Gewalt, als pausenlose Konfrontation mit den schlechtesten Seiten der menschlichen Natur.
Deutschlandradio Kultur, 20.09.2011
 
Zwischen Kleist und Grisham
Der Berliner Anwalt Ferdinand von Schirach ist bisher mit zwei Story-Bänden in Erscheinung getreten, die bei Kritik und Publikum äußerst erfolgreich waren, und ihm sogar den Kleist-Preis einbrachten. Mit »Der Fall Collini« debütiert von Schirach nun als Roman-Autor. Das Buch um einen jungen Strafverteidiger stellt sich deutlich in die Tradition der Gerichtsthriller, wie man sie von Scott Turow oder John Grisham kennt, ist aber nicht nur schlanker, sondern auch dünner als die Texte der populären US-Autoren.
Deutschlandradio Kultur, 01.09.2011
 
Das FBI im Wald
Joe Picket, Figur des amerikanischen Krimiautors Charles J. Box, ist Wildhüter in Wyoming und schlittert in einen bizarren Mordfall. Da die lokalen Behörden sich mit der Aufklärung schwertun, rückt das FBI ein in abgelegene Wildnis und wähnt hinter der Mordtat einen Anschlag rechtsgerichteter Milizionäre auf den Staat. Die Story, die als Outdoor-Thriller begann, mutiert in Box' elegant geplottetem Roman zum handfesten Polit-Krimi und gibt Auskunft über die geistige Verfasstheit eines ganzen Landes.
Deutschlandradio Kultur, 21.07.2011
 
Ethik-Fallen
Nach Easy Rawlins und Socrates Fortlow hat der US-amerikanische Schriftsteller Walter Mosley seinen dritten Private Eye Leonid McGill erfunden, der mehr noch als seine beiden Vorgänger eine Referenz auf die klassischen Muster des Privatdetektiv-Romans ist. Der Ermittler hat nach einem traumatischen Erlebnis mit seiner "dunklen Vergangenheit" gebrochen und versucht sich im "guten Handeln", was in McGills Welt nicht immer auf Gegenliebe stößt.
Deutschlandradio Kultur, 30.06.2011
 
Der Gartenkrimi und das Politische
Buchkultur, Krimi Spezial, Juni 2011
 
Buschfeuer am Horizont
Mit rund zehn Kriminalromanen hat sich der in Südafrika geborene Australier Peter Temple einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Sein neues Werk »Wahrheit« spielt in der Metropole Melbourne, die von Buschfeuern umzingelt ist. Hauptfigur des Romans ist Stephen Villani, Chef der Mordkommissionen des Bundesstaates Victoria, der einerseits die kapitalen Verbrechen in der australischen Metropole aufdecken, andererseits die Probleme mit einer drogensüchtigen Tochter verdecken muss, die seine Karriere gefährden. »Wahrheit« spielt in der grauen Schnittmenge von Aufklärung und Verschleierung.
Deutschlandradio Kultur, 28.04.2011
 
Rekonstruktion fremden Lebens
Nach sechs Jahren Pause kehrt Friedrich Anis Figur Tabor Süden zurück auf die literarische Bühne. In den Süden-Romanen geht nicht um die vordergründige Aufklärung eines Verbrechens, sondern um die Suche nach Verschwundenen oder Vermissten. Als Tabor Süden, der sich die letzten Jahre als Kellner in Kölln verdingte, einen telefonischen Hinweis auf den Verbleib seines vermissten Vaters bekommt, zieht es in zurück nach München, und folgt den verlorenen Spuren.
Deutschlandradio Kultur, 18.03.2011
 
Urgestein des Franco-Regimes
Mit rund zwei Jahrzehnten Verspätung kann man in Deutschland nun die Kriminalromane von Francisco González Ledesma entdecken, dessen Werk neben den Büchern von Andreu Martín und vor allem Manuel Vázquez Montalbán bisher nicht wahrgenommen wurde. Ledesmas Hauptfigur ist der Bulle Inspector Ricardo Méndez aus Barcelona, ein vulgärer und brutaler Typ, der sein Polizeihandwerk unter dem Franco-Regime erlernte und so gar nicht zur Identifikationsfigur taugt.
Deutschlandradio Kultur, 25.02.2011
 
Innenansichten aus dem Politikbetrieb
Seit einiger Zeit veröffentlicht der Berliner Alexander-Verlag anständig revidierte und rekonstruierte Ausgaben der Thriller von Ross Thomas, aus denen sich die wirklichen Qualitäten des eminent wichtigen Autors erschließen. Im zuletzt erschienenen Roman »Der Yellow-Dog-Kontrakt« beschreibt Thomas in kühl beobachtender Prosa die Mechanismen des Politikbetriebs und zeigt, wie man über Lokalpolitik einen Präsidentschaftswahlkampf entscheidend beeinflussen kann.
Deutschlandradio Kultur, 11.01.2011
 
Gangster, Girlies, Serienmörder
Auf knapp 600 Seiten im Duzmodus durcherzählt präsentiert sich der neue Roman Zoran Drvenkars, der entsprechend den Titel »Du« trägt. Der härteste Gangster, der effektivste Serienmörder und fünf Girlies mit Rauschgift, das ihnen nicht gehört, sind hintereinander her und treffen sich zum Showdown in Norwegen. Klingt nach Parodie, ist aber keine - leider.
Deutschlandradio Kultur, 25.11.2010
 
Gepflegte Lemuren
John le Carré erzählt in seinem neuen Roman »Verräter wie wir« eine komplexe Geschichte um internationale Finanzströme. Hauptfigur ist ein russischer Experte für Geldwäsche, der aussteigen will und dem Britischen Geheimdienst sein Wissen gegen Schutz für sich und seine Familie anbietet. Bearbeitet hat le Carré seinen Stoff als heiteren Gesellschaftsroman, wodurch das Werk noch böser wirkt.
Deutschlandradio Kultur, 08.11.2010
 
Privatfehde im Drogenkrieg
In seinem Thriller »Tage der Toten« begleitet der US-Romancier Don Winslow den Drogenfahnder Art Keller ein Vierteljahrhundert und zeigt, wie der einst idealistische Kämpfer gegen das Verbrechen selbst zu einem Unhold mutiert. Winslow ist ein fulminanter Roman über eine Obsession mitten im politischen Irrsinn geglückt.
Deutschlandradio Kultur, 20.10.2010
 
Im Schleppnetz der Geheimdienste
Das Genre des Polit-Thrillers ist traditionell eine Domäne der Männer. Seit einigen Jahren macht die Amerikanerin Jenny Siler mit intelligenten politischen Thrillern auf sich aufmerksam. In ihrem neuen Buch »Verschärftes Verhör« erzählt sie von einer überdrehten Operation im Zuge des Afghanistan-Krieges, bei der ein junger Marokkaner hoffnugslos im Schleppnetz der US-Geheimdienste verheddert.
Deutschlandradio Kultur, 30.09.2010
 
Im Handgemenge mit Jorge Luis Borges und Argentinien ist überall
Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ist Argentinien. Dem Event verdanken wir eine Fülle neuer und neuaufgelegter Publikationen aus dem lateinamerikanischen Land. Einen Überblick verschafft Ihnen Thomas Wörtche in gleich zwei Beiträgen.
taz, 21.09.2010 und LiteraturNachrichten Nr.106, Herbst 2010.
 
Kriminalliteratur ist Literatur
Bestandsaufnahme eines Genres. Thomas Wörtche im Interview mit Carlo Bernasconi
Schweizer Buchhandel, Heft 08/2010
 
Krimi-Highlights der Saison
buch-pr, 18.08.2010
 
Drama des vertauschten Kindes
Zoe Beck verbindet in ihrem elegant gebauten Roman »Das alte Kind« zwei alptraumhafte Szenarien: In einem Krankenhaus wird ein sechsmonatiges Baby vertauscht, doch niemand will der jungen Mutter glauben. 30 Jahre danach erwacht eine Frau in einem inszeniert-suizidalem Szenario. Auch Ihre Beteuerung, keinerlei Selbsttötungsabsichten zu hegen, nimmt niemand ernst. Becks kühl, klug und wortgewandt erzählter Psychothriller braucht keinen internationalen Vergleich zu scheuen.
Deutschlandradio Kultur, 28.07.2010
 
Böse Umstände
Andrew Brown, im bürgerlichen Leben Rechtsanwalt und Reservepolizist, gilt als die neue Stimme in der Literatur Südafrikas. Sein zweiter Roman »Würde« ist ein komplexes Werk, das Südafrika kontextualisiert und in Bezug setzt auf andere afrikanischen Staaten. Brown erzählt von nigerianischen Immigranten, die vor der brutalen Realität in ihrer Heimat fliehen und in Südafrika fast paradiesische Zustände mit relativ hohem Wohlstand und relativ geringer Gewalt vorfinden. Doch auch in Südafrika prallen Illusionen und harte Wirklichkeit aufeinander.
Deutschlandradio Kultur, 08.07.2010
 
Sherlock Holmes. Heute?
Krimi-Tipp # 54
Juni 2010
 
Wellen, lang & träge...
Eine kriminalliterarische Momentaufnahme
Buchkultur, Krimi Spezial, Juni 2010
 
Die ganze Welt ein großer literarischer Schauplatz
»Murnaus Vermächtnis« ist der elfte Roman des dreifachen Deutschen-Krimi-Preis-Trägers D.B. Blettenberg und wie seine Vorgänger ebenso wenig ein klassischer Kriminalroman. Beeindruckend ist die thematische Bandbreite des Werkes und die erzählerische Brillanz, mit der Blettenberg die Fülle des Stoffes zu einem knapp 600-Seiten-Roman in präziser, lakonischer Prosa verdichtet.
Deutschlandradio Kultur, 25.05.2010
 
Menschlich, wahr, rührend
Henning Mankell hat das Ende seiner Wallander-Serie angekündigt. Dass sich der Verlust in Grenzen hält, belegt der schwedische Erfolgsautor mit seinem aktuellen Roman: »Der Feind im Schatten« wartet auf mit einem gesuchten und gekünstelten Kriminalfall, der Wallander die Gelegenheit zu einer mäandernden Rückschau über sein Leben, seine Fälle, die Geschichte Schwedens und alles Leid und Weh bietet.
freitag, 12.05.2010
 
What you see isn't what you think it is
Ein kleines Elmore-Leonard-Porträt.
März 2010
 
Die Essentials des Lebens
In seinem Kriminalroman »Dunkler Gefährte« folgt der US-Autor Jim Nisbet den existentialistischen Spielarten des roman noir, für die Schriftsteller wie David Goodis, Jim Thompson oder Derek Raymond stehen. Stellten diese aber meist soziale Außenseiter ins Zentrum, berichtet Nisbet in seiner schlanken, wortgewaltigen Erzählung von einen zwar arbeitslosen, aber noch einigermaßen wohlsituierten Mann der amerikanischen Mittelschicht, dessen Leben allmählich zerspringt.
Deutschlandradio Kultur, 24.03.2010
 
METROPOLIS - revisited...
Zeitgeschichte online, Februar 2010
 
Vignetten aus dem Low-Life
Der junge dänische Autor Jonas T. Bengtsson liefert mit seinem zweiten Roman »Submarino« tristen Stoff, den Kult-Regisseur Thomas Vinterberg (»Das Fest«) für das Kino umgesetzt hat. Bentsson protokolliert das Leben zweier Verlierer mit furchtbarem familiärem Hintergrund, die selbst wieder neue Opfer schaffen. Der Roman ist kalt und deprimierend, ein tröstlicher literarischer Rahmen fehlt.
Deutschlandradio Kultur, 12.02.2010
 
Der nette Mafioso von nebenan
Frankie Machianno ist ein netter älterer Herr aus San Diego, Kalifornien, der einen Angelladen und einen Wäscheservice für Hotels betreibt. Doch seine Vergangenheit als eiskalter Killer der Cosa Nostra holt Machianno ein, und er muss wieder das tun, wofür er früher gefürchtet war: seine Gegner töten.
Deutschlandradio Kultur, 19.01.2010
 
Duelle, Seeschlachten, Intrigen
Ein Jahr nach dem Tod des amerikanischen Erfolgsautors Michael Crichton erscheint sein Roman »Gold - Pirate Latitudes«, der sich in seinem Nachlass fand. Zu seinem Erscheinen hinkt der Piraten-Schmöker einschlägigen Spaß-Produktionen, wie etwa den »Fluch der Karibik«-Filmen, hinterher. Crichtons ironiefreies Buch hat alles, was man in einem Piraten-Roman erwarten darf, klingt aber nur wie ein merkwürdiges Echo auf einen Trend.
Deutschlandradio Kultur, 30. Dezember 2009
 
Kriminalliteratur als Religionsersatz
Literaturnachrichten Nr. 103, Dezember 2009
 
Gesellschaftsroman mit Mord
860 Seiten dick und gut ein Kilogramm schwer ist der neue Roman »Das Vermächtnis« des amerikanischen Romanciers Nelson DeMille. Das fulminante Werk ist Thriller, Familienpanorama und Gesellschaftsroman über die feinen Kreise auf Long Island, wo sich alteingesessener Geldadel und neu zugezogene Familien der Cosa Nostra reiben. Die Spannung zwischen neuem und altem Geld ist über die lange Distanz des Romans allgegenwärtig, und DeMille baut gekonnt die Frage auf, ob, wann, wo und wie die Gewalt explodieren wird.
Deutschlandradio Kultur, 18. November 2009
 
Zufall als dramaturgisches Schnurrwerk
In Helsinki fallen jede Menge Leichen an - und mitten im Gemetzel befindet sich Ariel Kafka, der einzige jüdische Ermitter der finnischen Kriminalpolizei. Kafka bekommt es mit ziemlich wirren Schauermär zu tun - in den Hauptrollen zufällig viele Juden. In seinem neuen Roman »Ariel. Mord vor Jom Kippur« hat der finnische Autorn Harry Nykänen den Zufall als Handlungselement arg strapaziert.
Jüdische Allgemeine, 12. November 2009
 
Tod und Kontingenz
Der Kriminalroman als Trutzburg der Sinnhaftigkeit des Seins?
Vortrag gehalten auf der Tagung: Unerlöste Fälle. Religion und zeitgenössische Kriminalliteratur. 30. und 31. Oktober 2009 in Basel.
 
Der Vektor von Film zu Roman
Kriminalroman und Kriminalfilm haben sich im Laufe des letzten Jahrhunderts und am Anfang des neuen Jahrtausends eine globale multimediale Präsenz erobert wie fast keine andere Kunst-Form sonst. Dabei ist das Verhältnis von Vorlage und Verfilmung gerade im Bereich der Crime Fiction alles andere als simpel - und ist mit der Zeit eher noch komplizierter geworden.
epd-Film, Oktober 2009
 
Brutaler Gutmensch
Jack Reacher ist kein Ermittler klassischen Zuschnitts, sondern freischaffender Troubleshooter: Wo etwas faul ist, räumt Reacher auf. In Lee Childs neuem Roman »Way Out« hat er seinen zehnten Auftritt. Das klingt nach "Masche", ist jedoch prima funktionierendes Erzählprinzip. Denn Lee Childs Romane spielen an der Schnittstelle von Moral, Legalität und Legitimintät und stecken voller abgründiger Implikationen, die man begeistert zur Kenntnis nimmt.
Deutschlandradio Kultur, 06.10.2009
 
Nette Kleinstadt Stellenbosch
Stellenbosch, Südafrika: Im ausgehenden 17. Jahrhundert führt der holländische Gouverneur Simon van der Stel, Namensgeber des Städtchens, den Weinanbau ein, der zumeist mit der Arbeit der Sklaven realisiert wurde. Stellenbosch heute - eine kleine, normale Kleinstadt, möchte man meinen. Aber eine Kleinstadt, die mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat.
Der Südafrikaner Andrew Brown verbindet in seinem Roman »Schlaf ein, mein Kind« zwei Handlungsstränge aus zwei Epochen, die erst am Ende miteinander zu tun haben. Und davon wissen Browns Figuren nichts.
Deutschlandradio Kultur, 24.08.2009
 
Duell zwischen Dichter und Despot
Robert Littell, einer der großen amerikanischen Erzähler unserer Zeit, hat mit seinem Roman »Das Stalin Epigramm« das Duell zwischen dem Dichter Ossip Mandelstam und dem Tyrannen Stalin zu einem Roman verarbeitet. Littel arrangiert die Begebenheiten der Jahre 1934 bis 1938 zu einer Art finalem Dialog zwischen Geist und Macht und zeigt, was geschieht, wenn Literatur und Kunst mit der Macht gehen wollen.
freitag, online-Ausgabe, 20.08.2009
 
Quo vadis, Krimi?
In Zeiten von Krise, Verwirrung und Verwahrlosung braucht der Mensch etwas Warmes. Wenn man der Gewalt schon nicht entfliehen kann, dann liest man lieber Krimis, die von Gewalt künden, die es so tatsächlich nicht gibt, der aber eine höherer Sinn anhaftet.
Buchkultur, Jubiläumsausgabe zum 20-jährigen Bestehen, Sommer 2009
 
Schauderhaft & Jammervoll - wenn Krimis stocklangweilig werden...
Vermutlich ist Kriminalliteratur die erfolgreichste Textsortierung seit Erfindung des Kapitalismus. Immer mehr Verlage setzen auf den Trend und warten mit neuen Krimiprogrammen auf. Doch die gnadenlose Überproduktion hat Konsequenzen auf allen Ebenen. Funktioniert das Kalkül nicht, bleiben die Umsätze hinter den Erwartungen zurück, droht eine neue Marginalisierung des Genres.
Buchkultur, Krimi Spezial, Sommer 2009
 
Der Schwerterkönig
Miami in den frühen 80er Jahren: In den Straßen herrschen Verbrechen und Korruption, Bargeld fließt genauso wie Blut. Wo das Verbrechen bereits gesiegt hat, sind Moral und Recht nur leere Worthülsen. In seinem neuen Roman »Der Totenmeister« erzählt der englische Schriftsteller Nick Stone von dem besessenen Cop Max Mingus, der in diesem Vakuum operiert und sich mit dem haitianischen Gangster Solomon Boukman ein einem erbitterten, irrationalem Duell verhakt.
Deutschlandradio Kultur, 24.06.2009
 
Koschere Beißerchen
Vampirromane belegen seit Monaten die Spitzenplätzeplätze der Bestsellerlisten. Auch in Charlie Hustons Romanen wird zugebissen, dass das Blut fröhlich spritzt. Hustons Vampir ist heillos verstrickt ist in die Kämpfe verschiedener Beißer-Clans, die New York City unter sich aufgeteilt haben, wie weiland die "Fünf Familien" der Mafia. Alles dreht sich um Macht und Einfluss und Ideologie.
Jüdische Allgemeine, 18.06.2009
 
Der Ekel des Alltags
Wie in seinen vorherigen Romanen hat der schottische Autor Stuart MacBride mit »Blut und Knochen« einen Serial-Killer-Roman vorgelegt. MacBrides Roman funktioniert allerdings anders als die üblichen Werke des Subgenres, die das Thema bis zum Überdruss durchnudeln: Mit seiner lebensechten "Fleischer"-Figur überdreht er das konventionelle Serienmord-Drama und führt es ad absurdum.
Deutschlandradio Kultur, 04.06.2009
 
Literarische Spurensuche von Watson bis Wallander
Ein Interview mit Thomas Wörtche anlässlich der Feldkircher Literaturtage 2009, die sich mit einer aktuellen Standortbestimmung der Kriminalliteratur beschäftigen. Von Frauke Kühn.
Kultur. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, 29.04.2009.
 
Glasklare action
Kapstadt, Südafrika, ist eine der gewalttätigsten Städte der Welt und die Apartheid ist noch lange nicht überwunden. Immer mehr südafrikanische Autoren wenden sich dem Kriminalroman zu, um literarisch angemessen mit dieser Hölle umzugehen. Wie Roger Smith, der in »Kap der Finsternis« eine blutige Geschichte aus dem unerträglichen Alltag seines Landes erzählt.
Deutschlandradio Kultur, 22.04.2009
 
Mission Possible im KaDeWe
Komplizierte Einbrüche mit diversen technischen gadgets, wie jüngst der Klunker-Klau im Konsumtempel KaDeWe, sind sexy und elektrisieren die Öffentlichkeit. Das ist der Stoff, aus dem feine Bücher (und Filme) entstehen. Wie weit taugt der Berliner Coup tatsächlich für eine abgezockte urbane caper novel?
freitag, beta-Ausgabe, Februar, 2009.
 
Satanisches Borstentier
Ost-Texas, 1933: Der 15-jährige Richard Dale, der mit seiner Familie in den Wäldern am Ufer das Sabine Rivers lebt, steht vor der größten Herausforderung seines jungen Lebens: Ein gigantischer Keiler - ein mythisch-boshaftes Borstenvieh, in den Sagen der ländlichen Region als "Old Satan" bzeichnet - bedroht die Gemeinschaft. Mit einer Winchester und der Unterstützung seines schwarzen Freundes Abraham begibt sich der Junge auf die Jagd. Joe R. Lansdales Roman »Der Teufelskeiler« klingt nach Mark-Twain-Geschichte mit Faulkner-Touch, doch Lansdales Inszenierungskunst tickt anders.
Deutschlandradio Kultur, 29.01.2009
 
Verschärfte Verhörmethoden
Mit seiner Unterschrift unter eine executive ordersetzt der neue US-Präsident Obama den Folter-Verhören der CIA ein Ende - vorläufig. Ein Sieg der Moral über Politik?
freitag online, Januar 2009
 
Die Methode Dupin
Edgar Allan Poe, dessen 200. Geburtstag dieser Tage gefeiert wird, gilt mit seinen Geschichten um C. Auguste Dupin als der Ur-Ahn der Kriminalliteratur. Bereits Poes erste Dupin-Geschichte "Die Morde in der Rue Morgue" (1841) enhält alle Elemente, die für die klassische Detektivgeschichte bis heute gültig sind, auch wenn die Deduktion des Meister-Detektivs zum leicht überspannten Ergebnis führt, der Täter der Rue Morgue müsse eine Bestie, der Mörder ein Affe sein. Beginnt die Detektivgeschichte schon mit ihrer Parodie?
Welt am Sonntag, 18.01.2009
 
Spannende Gegenden plus spannende Zeiten
Literaturnachrichten Nr 99 ("Megastädte"), Winter 2008
 
Tod auf dem Mond
In »Nachtkrater« schießt Christine Lehmann ihre Figur Lisa Nerz dahin, wohin man sich das ganze Regio-Krimi-Gedöns wünschte - auf den Mond. Wer meint, Krimis haben da oben nichts zu suchen, muss sich eines Besseren belehren lassen: Eine Mondstation eignet sich nicht weniger für einen gelungenen Kriminalroman klassischen Zuschnitts als ein eingeschneiter Orientexpress. Auch im Himmel sind Menschen, die interagieren - und manche sind tot. Parodie? Scherz? "Höherer" Froh-Sinn?
Deutschlandradio Kultur, 18.12.2008
 
Auf der Spur des schmutzigen Geldes
John le Carrés neuer Roman »Marionetten« hat einen Medienhype auf sich gezogen, wie kaum ein anderes Buch des Altmeisters des Polit-Thrillers. Die Aufregung indes kann nicht verbergen, dass »Marionetten« eine grandiose Nummernrevue ist, als Roman aber nicht funktioniert und den Tugenden eines Polit-Thrillers zu wenig Platz gewährt.
Deutschlandradio Kultur, 24.11.2008
 
Nur ein bisschen ketzern...
10 irritierende Spielbällchen zum Thema Gewalt und Kriminalliteratur. Thesen zur Diskussion beim Symposium: "Grenzenlose Gewalt? Gewalt als Medienprodukt, ästhetischer Kick und Skandalon (nicht nur im Kriminalroman)".
1./2. November 2008, Evangelische Akademie Villigst
 
"There is no enough"
Der amerikanische Romancier, Film- und Fernsehautor, Regisseur und Produzent Michael Crichton ist am 4. November 2008 im Alter von 66 Jahre gestorben. Von den Romanen "Nippon Connection" und "Enthüllung" über das multimediale "Jurassic Park" bis zur Fernsehserie "Emergency Room" schuf Crichton eine beeindruckende Fülle erfolgreicher Projekte. Er besaß einen sensiblen Sinn für Themen des Zeitgeistes, die er zu massentauglichen, umsatzträchtigen Gesamtpaketen schnürte. Ein Blick hinter die geschmeidige Erfolgsfassade offenbart, dass Crichtons Bestseller aus Misogynie und beinhartem Patriotismus gewebt sind.
freitag, 07.11.2008
 
Celil Oker und der "Verbrechensraum" Mittelmeer
Über den Zusammenhang von Istanbul mit den Romanen von Celil Oker, die in Istanbul spielen und Kriminalromane sind und diese wiederum in Verbindung bringen mit dem gesamten Mittelmeerraum. Ein Vortrag, gehalten anläßlich der Ringvorlesung "Europa im Krimi", Wintersemester 2008/2009, TU Darmstadt, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft.
 
Die Schäbigkeiten am Rande
Die seltsamen Romane des Iain Levison
freitag, 17.10.2008
 
Adamsberg und der Widder
Fred Vargas, Superstar der französischen Krimi-Szene, kommt mit einem neuen Buch, das nicht wirklich neu ist: »Das Zeichen des Widders« war in Frankreich schon zu einer Zeit erschienen, als man noch mit Francs bezahlen konnte. Die Krimi-Leser werden überrascht sein, für 22.95 Euro ein Buch mit relativ wenig Text, dafür aber mit vielen Bildern zu bekommen. Denn Vargas Buch ist kein Roman, sondern eine Graphic Novel, mit Zeichnungen von Edmond Baudoin. Vargas und Baudoin erzählen eine schlichte Geschichte, die sie in ihrer komplexen, variationsreichen Sprache aus Bildern und Text spannend, witzig und anrührend vortragen.
Deutschlandradio Kultur, 14.10.2008
 
Deperados mit schickem Nimbus
freitag, 15.08.2008
 
Die Gunst der Justitia
John Grishams neuer Roman »Berufung« beginnt dort, wo andere Romane aufhören - dem Sieg der Guten gegen die Bösen. Die Ärmchen zwar tief in der Klischeekiste vergraben, illustriert Grishams Buch jedoch in schnörkelloser Kenntlichkeit: Wie kauft man sich ein Gericht?
Deutschlandradio Kultur, 12.08.2008
 
Auf der Welle des Tartan Noir
Mit Val McDermid, Ian Rankin, Stuart MacBride und anderen hat sich der Kriminalroman schottischer Provenienz zu einem erfolgreichen Label in der Kriminalliteratur entwickelt. Jetzt folgt die Debütantin Caro Ramsay aus Glasgow, die zwar eine wenig plausible Geschichte erzählt, sich aber mit wohl kalkulierten Schreibe auszeichnet, die auf die Intergration unterschiedlicher Zielgruppen setzt.
Deutschlandradio Kultur, 18.07.2008
 
Was hilft, viele Bücher zu verkaufen?
Buchkultur, Krimi Spezial, Sommer 2008
 
Verbrechensfolklore und Sinndeutung
Der "Fall Almstetten" und andere schaurige Begebenheiten in Österreich rufen die Kultursemiotiker auf den Plan.
Freitag, 16.05.2008
 
Die kleinen Strolche des Neo-Liberalismus
Kurz nach den schaurigen Mehrfachmorden von Duisburg erscheint Roberto Savianos Camorra-Buch »Gomorrha«. Das Buch und die öffentliche Debatte nach den Attentaten an der Rhur folgen einer bizarren Inszenierung: Die Mafia, die Medien und wir.
Freitag, 07.09.2007
 
Der Anti-Zeitgeist in Person
Manfred Wieningers Marek-Miert-Romane.
Literatur und Kritik, September, 2007
 
Desaster as usual
Zur ungeklärten Nachbarschaft von Science Fiction und Kriminalliteratur.
Das Science Fiction Jahr 2007, Heyne, 2007
 
Tod eines operativen Aufklärers
Kurz nach dem Aufsehen erregenden Plutonium-Tod des russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko erscheint ein Buch, das sich der Mord-Affäre annimmt. Der Text indes ist kaum weniger bizarr, als der behandelte Fall selbst.
Freitag, 10.08.2007
 
Tod durch Erfolg?
Freitag, Buchkultur, Juli 2007
 
Was muß eine Rezension von Kriminalliteratur leisten?
Kleiner staubtrockener, humorloser und kondensierter Kriterienkatalog für idealtypische, anständige Rezensionen von Kriminalromanen
Europolar, Mai 2007
 
Vom romantischen Revolutionär zum blutig-spießigen Gastwirt
Massimo Carlottos Roman »Arrivederci amore, ciao« ist ein geschmackloses, überflüssiges Buch
Freitag, 23.03.2007
 
Jazz & Crime
Geschrieben im Februar 2007 für Christina Bacher, ed.: Kalender für Kriminalliteratur 2008. Jazz in Crime
 
Rätsel Ripley oder Ripley, revisited
Die Rätselhaftigkeit der Highsmith'schen Figur Ripley ist topisch. Doch ist die Figur tatsächlich so enigmatisch?
Ein Beitrag, erschienen im Krimijahrbuch 2006 (Nordpark Verlag).
 
Das Mörderische & das Komische
Vortrag, gehalten auf der Tagung"Schöne Kunst? Simple Kunst? Keine Kunst? Zur Ästhetik der Kriminalliteratur." 31.10. - 1.11. 2006 in Haus Villigst, Schwerte.
 
Die Peinigung der Begriffe - Ein Mord, den jeder begeht
Ein Vortrag, gehalten auf dem 5. Symposium der Heimito-von-Doderer-Gesellschaft "Doderer, das Kriminelle und der literarische Kriminalroman", 08. bis 10.09.2006 im Literarischen Colloquim Berlin.
 
10 German Essentials
Die deutsche Literaturgeschichte wimmelt von "Verbrechensdichtung". Das nicht alles, was Erfolg hat, auch wirklich wichtig ist, ist eine Binsenweisheit. Wer oder was ist denn nun wichtig in der deutschen Kriminalliteratur? Eine kleine Autoren-Hitlist, in der Reihenfolge ihres Auftretens auf der literarischen Bühne.
(Bücher Spezial, Herbst 2006)
 
Designermorde
Easy Reading mit schick designten Metzeleien erfreut sich großer Beliebtheit. Technisch einwandrei gestylte Produkte, ohne jeden Erkenntniswert über Mensch und Gesellschaft, holen den Leser da ab, wo ihn das avanciert Marketing vermutet. Eine Tütensuppe allerdings bleibt eine Tütensuppe, auch wenn man sie als Gourmet-Terrine verkauft.
(Buchkultur, Krimi Spezial, Sommer 2006)
 
Wo Schutz nötig ist, ist Schutzgeld nicht weit
Der englische Historiker John Dickie beleuchtet in seinem Buch »Cosa Nostra« die Geschichte der Mafia und versucht, zumindest historisch ein bißchen Ordnung in die blutige Angelegenheit zu bringen
(Freitag, 16.06.2006)
 
Von den Opfern bleiben nur Häppchen
Hannibal Lecter hat Schule gemacht - das "Böse" wird zum Faszinosum stilisiert.
(Neue Westfälische Zeitung, 24.05.2006)
 
Kriminalliteratur und Dritte Welt
Das exotische Setting, der tui-touristische Blick in vielen Kriminalromanen, ist oft nur marktstrategischen Überlegungen geschuldet, unbequeme Literatur aus der Dritten Welt, die das Postkartenbild stört, hat kaum eine Chance.
(Einleitung einer Sonderausgabe der Zeitschrift iz3w, 2005)
 
Willkommen in der Realität
Nach dem Prinzip des Outsourcings hat die Politik viele Kompetenzen an die Wirtschaft abgegeben und konzentriert sich auf das Thema Innere Sicherheit. Die Wirtschaft zeigt sich geistig-moralisch gewendet - Mitnahmementalität und Korrupiton bestimmen das Bild.
(Freitag, 05.08.2005)
 
Nach dem Erfolg kommt die Spaghettisierung
Beobachtungen zum Krimimarkt.
(Buchkultur, Heft 99, Juni/Juli 2005)
 
Die Leidenschaft als literarisches Trüffelschwein
Ein Vortrag über lateinamerikanische Literatur in der metro-Reihe des Unionsverlags.
 
Die Weltkarte der Kriminalliteratur ist globaler als es scheint
Seit den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts schreiben Krimiautoren über Mord- und Totschlagauch an den entferntesten Schauplätzen. Eine kleine Übersicht.
(Asphalt, Straßenmagazin, Dezember 2004)
 
Crime Fiction in Umbruchgesellschaften.
Kriminalliteratur hat sich wesentlich in funktionierenden demokratischen Gesellschaften entwickelt. Thomas Wörtche mit einem kleinen Ausblick auf die sich entwickelnde arabische Kriminalliteratur.
(ZENITH - Zeitschrift für den Orient, Literatur Spezial, Herbst 2004)
 
Ohne Tradition keine breite Kultur.
Der deutsche Krimi ist irrelevant und unglücklich und hat sich irgendwo zwischen überzogenem Anspruch und freiwilliger Anspruchslosigkeit verheddert.
(Bücher, Herbst 2004)
 
Wo kein Wissen ist und keine Ahnung...
Kultur hebt. Auch den Kriminalroman?
(Buchkultur, Sommer 2004)
 
Der Fluch des Krimis.
Thomas Wörtche über den Roman »Ost Highway« von Stefan Maelck.
(Freitag, 14.05.2004)
 
Genre? Wozu? - Überlegungen zum Begriff.
Leicht überarbeitete Druckfassung eines Vortrags, gehalten auf der Konferenz "Phantastik - Okkultismus - (Neo-) Mystik" an der Palack-Universität in Olmütz im November 2003
 
Spione auf hoher See.
Patrick O'Brians Aubrey/Maturin-Romane sind alles andere als schlichte Krawumm-Schmöker.
Mit einer Bibliographie.
(Sonntagszeitung, 23.11.2003)
 
Eine Zeit in Schwarz-Weiß.
Thomas Wörtche über David Grands Roman »Körperfluchten«
(Freitag, 10.10.2003)
 
Präzise zeittypisch und dennoch zeitlos präzise.
Ein Vortrag zum 100. Geburtstag Georges Simenons
 
Zwischen Dessous und Jägerzaun.
Thomas Wörtche über die Dialektik des Marketings
(Buchkultur, Juli 2003)
 
Verwerfungen in unserer Realität.
Thomas Wörtche über Stephen King
(Freitag, 02.05.2003)
 
Kein Trost, nirgends.
Am 19.12.2002 wäre Jean-Patrick Manchette 60 Jahre geworden. Von Thomas Wörtche
(Sonntagszeitung, 15.12.2002)
 
Ein Superheld nach dem Geschmack seiner Zeit.
Thomas Wörtche über die Neuausgabe der Shaft-Romane von Ernest Tidyman
(Freitag, 22.11.2002)
 
Zweifel als Methode.
Thomas Wörtche über Stefan Howalds Eric Ambler-Biographie
(Sonntagszeitung, 17.11.2002)
 
Obskur und unwichtig.
Thomas Wörtche über Reclams Krimi-Lexikon
(Sonntagszeitung, 06.10.2002)
 
Legenden sind resistent gegen die Trivialitäten des Details
Thomas Wörtche über Frederick J. Spencer: Jazz and Death
(Titel Magazin, September 2002)
 
Populär und unwichtig
Das Genre spielt keine Rolle mehr
(Buchkultur, August 2002)
 
Amazing Anchorage
Thomas Wörtche im Interview mit Stan Jones über seinen Roman Gefrorene Sonne, über Chuckchi und kulinarische Eskimo-Eigenarten wie Muktuk und Mikiuk
 
Mangelnde Literarizität taugt nicht mehr als Differenzkriterium
Über Thomas Hettche und seinen Roman »Der Fall Arbogast«
(Freitag, 14.12.2001)
 
Bröckelt die anglo-amerikanische Dominanz?
Zu einem Paradox und einer optimistisch stimmenden Dialektik auf dem Krimimarkt
(Buchmarkt, Juni 2001)
 
Der Radikale
Über John Le Carré und seinen Roman »Der ewige Gärtner«
(Die Woche, 12.04.2001)
 
Juristen mit flinkem Schreibprogramm
Über Scott Turow und seinen Roman »Die Gierigen und die Gerechten«
(Die Woche, Juli 2000)
 
Mafia-Folklore
Über Ulrich Schmid und seinen Roman »Der Zar von Brooklyn«
(Freitag, 19.05.2000)
 
Der Tod des Tango-Königs oder Jerome Charyn und die Halluzination
Über Jerome Charyns gleichnamigen Roman
 
In alle Ecken der Edinburgher Gesellschaft gucken
Über Ian Rankin und seinen Roman »Der kalte Hauch der Nacht«
(Die Woche, 2000)
 
Das Grauen unter der provinziellen Ordnung
Über Ulrich Ritzel und seinen Roman »Schwemmholz«
(2000)
 
Der kriminelle Kontext des Jazz
Über die Louis Armstrong-Biographie von Lawrence Bergreen
(Plärrer, 2000)
 
Das Herbstangebot an "U-Literatur", Abteilung Kriminalromane
Agatha Christie, James Ellroy, James Sallis, Ulrich Ritzel, Pierre Magnan, James Lee Burke und Sàndor Tar.
(Die Woche, 05.11.1999)
 
Die Nobilitierung des Trivialen
Über Henning Mankell
(Freitag, 20.08.1999)
 
Der Literaturbetrieb als Agent von Lüge, Betrug und Heuchelei
Über Patrícia Melo und ihren Roman »Wer lügt, gewinnt«
(Die Woche, 1999)
 
Sandkörnchen in der gut geölten Geldwaschmaschine
Über John Le Carré und seinen Roman »Single & Single«.
(taz, Mai, 1999)
 
Am Rande der Spaghetti-Opern
Rich Cohen und sein Buch »Murder Inc. oder Nicht ganz koschere Geschäfte in Brooklyn«
(Tagesspiegel, 21.03.1999)
 
"Mit Agatha Christie hat der Krimi gesunde rote Bäckchen bekommen"
Über das Jahrhundert der Kriminalliteratur
(Tagesspiegel, 10.01.1999)
 
Bedürfnisbefriedigung mit hoher Spektakelquoter
Der neue Politthriller als literarische Schrumpfform. Thomas Wörtche über Daniel Silva und Christopher Reich.
(Die Woche, Dezember 1998)
 
Direkt auf den Markt bezogen
Über Philip Kerr, Till Bastian, Patrick Dillon, John Straley, James Crumley und Dennis Lehane.
(taz, 12.12.1998)
 
Der Overkill des Krimimarktes
Sammelbesprechung zu Tom Zürcher, Magdalen Nabb, Henning Mankell, Robert Harris, Carl Hiaasen und Paco Ignacio Taibo.
(Die Woche, Dezember 1998)
 
Aufklärung muss sich an den existentiellen Außenseitern beweisen
Über Chester Himes
(taz, 16.09.1998)
 
Die Krimiformel als Gleitcreme für Bestseller
Über das Aufgießen reihenhauskompatibler Erfolgsrezepte
(Süddeutsche Zeitung, 1998)
 
It Does Make Sense!
Chester Himes und das 20. Jahrhundert
(Wespennest, 1998)
 
Die Straßen von Baltimore
Über die Fernsehserie »Homicide«
(Freitag, 1998)
 
Das Gesetz der Serie
Über Sara Paretsky und ihren Roman »Geisterland«.
(taz, 25.04.1998)
 
Ratlos im Angesicht der Komplexion Lateinamerikas
Über Nicholas Shakespeares Roman »Der Obrist und die Tänzerin«.
(taz, März 1998)
 
Ein Index interessanter Themen
Über die Kultzeitschreift "du" und ihre John Le Carré-Ausgabe.
(taz, März 1998)
 
Anschlag auf die Schlabberpackung
Produkterpressung - die kleinkriminelle Lumpiversion des großkapitalen Alltagsgeschäfts
(taz, 21.02.1998)
 
Brennende Häuser statt blühende Landschaften
Über die Gewaltdebatte in der gesamtdeutschen Gesellschaft
(taz, Januar 1998)
 
Aus dem Bauch der Bestie
Über Patricia Melo und ihren Roman »O Matador«.
(taz, 09.01.1998)
 
Eric Ambler und die Poetik des Pragmatischen
Willkommen in der vieldeutigen Welt Eric Amblers!
(1997)
 
Le Grimmi est arrivé!
Zur heiteren Unbefangenheit im Umgang mit kriminalliterarischen Texten oder Warum ich Grimmis hasse.
(taz, 1997)
 
Zu welch finst'rer Ranküne ist der Mensch fähig?
Sammelbesprechung zu Carl Hiaasen, Laurence Shames, Don Winslow, D.B. Blettenberg, Patricia Melo und Robert Farrars.
(Die Woche, 1997)
 
Renaissance des Erzählens? - Im Kriminalroman?
Ein Vortrag, gehalten innerhalb der Reihe Renaissance des Erzählens? am 19.11. 1997 an der Gerhart-Mercator-Universität Duisburg
 
Das Versagen der Kategorien
Über Georges Simenon. Vortrag, anläßlich des Symposiums "Poetik und Ästhetik-Diskussion im europäischen Kontext" an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, gehalten am 12.11.1997
 
Lachen kann furchtbar gefährlich sein
Über Carl Hiaasen und seinen Roman »Stürmische Zeiten«.
(taz, 01.11.1997)
 
Tod einer Blueslegende
Über Walter Mosleys Roman »Mississippi Blues«.
(taz, 15.10.1997)
 
Schach dem König
Über Michael Dobbs und seine Trilogie um einen elegant-bösartigen Prime Minister.
(taz, 12.09.1997)
 
Krimis als Vorwand
Über Robert Carter, Joyce Burditt, Janet Evanovich und Robert Crais.
(Lektüren, wahrscheinlich September 1997)
 
Ist Spionage sexy?
Über Robert Farrar, Keith Baker und Brian Moore.
(Lektüren, wahrscheinlich September 1997)
 
Schneiderlein in der Klemme
Über John Le Carré und seinen Roman »Der Schneider von Panama«.
(taz, 23.08.1997)
 
Mit Bosheit, Gift und Galle
Über Ben Elton und seinen Roman »Popcorn«.
(taz, 18.08.1997)
 
Zwischen nightmare und fun
Die heitere Absurdität in den Romanen William Marshalls.
(taz, 23.06.1997)
 
Tu Felix Britannia
Der Thatcherismus und seine ästhetischen Folgen. Zu einer Debatte in Großbritannien.
(taz, 12.05.1997)
 
Urinale im La-La-Land
Über Robert Eversz und seinen Roman »Shootin Elvis«.
(taz, 07.05.1997)
 
Frivole Spielereien mit Blut und Tod
Über Gewalt als massenmediale Erfolgsformel
(Psychologie heute, Heft 1, 1997)
 
Die Verweigerung von Eindeutigkeit
Obwohl der argentinische Illustrator Alberto Breccia mittlerweile (posthum) auch hierzulande hoch gehandelt wird, hat man über seinen Beitrag zur Ästhetik des 20. Jahrhunderts selten nachgedacht.
(1996)
 
Die Moral des Police Departments
Über Robert "Bob" Leuci.
(WDR, 1996)
 
Von Madison, Wisconsin, nach Barcelona, Catalunya
Über David C. Hall
(WDR, 1996)
 
Geistig-moralisch gewendet
Über Mickey Spillane und den Hamburger Rotbuch Verlag
(Frankfurter Rundschau, Oktober 1996)
 
Phantasmagorisches Monumentalpuzzle
Über Paco Ignacio Taibo und seinen Roman »Vier Hände«
(Wochenpost, 1996)
 
Barcelona als halluzinierte Topographie des Wahnsinns
Über Andreu Martín
(Süddeutsche Zeitung, 1996)
 
Zwischen medialem Getöse und politischem Ränkespiel
Über über Jerry Oster und seinen Roman »True Love«
(Wochenpost, 1996)
 
Schwarze Musik - funkenschlagende Literatur
Über Walter Mosley und seinen Roman »Black Betty«
(Wochenpost, 1996)
 
Crackersüchtig
Über eine Fernsehserie, die sich zum heimlichen Straßenfeger entwickelte
(Wochenpost, 1996)
 
Das Netzwerk der gegenseitigen Vorteilnahme
Über Jürgen Roth und sein Buch »Der Sumpf«
(Freitag, 1996)
 
Eine verzweifelt komische Bestandsaufnahme des Alltags
Über Milena Moser und ihren Roman »Mein Vater und andere Betrüger«
(Freitag, 1996)
 
Reale Killer und literarische Nachfolgetäter
Über Eoin McNamee und seinen Roman »Belfaster Auferstehung«
(Freitag, 1996)
 
Mit Wollust und präziser Erzählökonomie
Über John Harvey und seine Charlie Resnick-Romane
(Plärrer, 1996)
 
Chronique Scandaleuse
Über Didier Daeninckx
(Frankfurter Rundschau, September 1996)
 
Detektive heißen nun mal Flanagan
Über Andreu Martíns und Jaume Riberas Detektviromane für Jugendliche
(Freitag, 1996)
 
Verbrechensdichtung
Über Theodor Fontane
(Freitag, 1996)
 
Ein Inferno der Erzählökonomie ohne Sinn und Verstand
Über Tom Clancy und seinen Roman »Ehrenschuld«
(Freitag, 1996)
 
Langweiler langweilen, ungeachtet ihrer Disposition
Über Patricia Highsmith und ihren letzten Roman »Small g« - eine Sommeridylle
(Frankfurter Rundschau, September 1995)
 
Verfechterin des bösartig-schrägen Blicks
Über Minette Walters
(Buchjournal, 1995)
 
Großes Reinemachen vor dem Machtwechsel
Über Ross Thomas und seinen Roman »Die im Dunkeln«
(Freitag, 1995)
 
Die Welt in Ordnung bringen
Die neuen Ladies in der Kriminalliteratur. Über Minette Walters, Martha Grimes, Elizabeth George & Co.
(Freitag, 1995)
 
Im Zentrum der gemeinen weiblichen Tradition
Über Patricia Highsmith
(Freitag, 1995)
 
Von der harmlosen Rätselform Krimi zur vielfältigen Kriminalliteratur
(Ein Vortrag, 1995)
 
Nach bestem Wissen und Gewissen schreiben, was in der Imagination passiert
Thomas Wörtche im Gespräch Jerry Oster.
(Sirene, 1994)
 
Aus der aktiven in die fiktive Politik
Thomas Wörtche im Gespräch mit Ross Thomas.
(1994)
 
Von der subversiven Komik der verkehrten Welt
Über Harold Nebenzal und seinen Roman »Café Berlin«.
(Freitag, 1994)
 
Plaudern über das Böse
Über Andrew Vachss und Claus Leggewie.
(Freitag, 1994)
 
Realistische Romane haben keine Chance gegen New York
Thomas Wörtche im Gespräch mit Jerome Charyn.
(Freitag, 1994)
 
Ein Romancier muss die Wohlhabenden verstören
Thomas Wörtche im Gespräch mit Thomas Adcock
(Freitag, 1994)
 
Kleinstadtfarce mit tödlichem Ausgang
Jacques Tardi und seinen Comiczyklus »Tödliche Spiele«
(Freitag, 1994)
 
Krieg nach den Bedürfnissen der Medien
Über Larry Beinhart und seinen Roman »American Hero«
(Freitag, 1994)
 
Das Drama der bekennenden Literatur
Thomas Wörtche über André Brink und seinen Roman »Zeit des Terrors«
(Frankfurter Rundschau, 1994)
 
Die Semantik des Smalltalk
Thomas Wörtche im Gesprächsversuch mit Elizabeth George
(1994)
 
Jenseits der Gattungskonventionen
Über Elmore Leonard und seinen Roman »Alligator«
(Freitag, 1994)
 
Kriminelles Schrumpfpanorama
Über Tony Parker und sein Buch »Leben um Leben«
(Freitag, 1993)
 
Männlicher Schrott und weiblicher Schotter
Über Joyce Thompson und ihren Roman »Endspiel mit Dame«
(Freitag, 1993)
 
Kriminalliteratur erkundet neue Wege des Erzählens
Zur Realismus-Debatte
(Freitag, 1993)
 
Was Sie schon immer über die Mafia gewusst haben
Über paar Bücher zur Mafia
(Plärrer, 1993)
 
Deutliches Anschwellen der Blutströme in der Crime Fiction
Der reduktionistische literarische Umgang mit der Gewalt. Über Andrew Vachss, James Ellroy und Derek Raymond
(Weltwoche, 1992)
 
Das charakteristische Verhältnis der Amerikaner zur Gewalt
Thomas Wörtche im Gespräch mit Jeremiah F. Healy
(Frankfurter Rundschau, Mai 1992)
 
Ein doppelter Sprengsatz mit Zeitzündereffekt
Über Jorge Ibargüengoitia
(Frankfurter Rundschau, 1992)

 

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