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Krimi-Navigator -- Serienfiguren -- Figuren S

 

Dillon Savich und Lacey Sherlock von Catherine Coulter

 

 

Die Texanerin Catherine Coulter hat sich zunächst mit historischen und zeitgenössischen Liebesromanen einen Namen gemacht. Ihre Serie um die beiden FBI-Agenten Dillon Savich und Lacey Sherlock gehört zwar nicht wirklich ins Subgenre der "romantischen Thriller", fokussiert aber stark auf die Liebesgeschichten, die sich in der Entfaltung der Krimistory ergeben.
      Die Serie mit den beiden Hauptfiguren zu betiteln, ist streng genommen nicht korrekt - Coulter (und ihr Verlag) überschreiben die Reihe mit "FBI Thriller Series", denn Savich und Sherlock bekleiden nicht in allen Romanen die Hauptrolle. Im ersten Buch taucht nur Dillon Savich auf, in einer nicht sonderlich exponierten Rolle. Im zweiten Roman »The Maze« tritt Lacey Sherlock ins FBI ein, um den sieben Jahre zurückliegenden Mord an ihrer Schwester Belinda aufzuklären. Nach bestandener Prüfung wird sie in Dillons Criminal Apprehension Unit aufgenommen. Bald darauf erliegt sie der Attraktion des toughen Cops - und er ihren. Damit alles seine Ordnung hat, wird später geheiratet.
      Die Romane der kleinen Reihe spielen jeweils an anderen Orten, und zumeist sind Lacey Sherlock und Dillon Savich nicht die alleinigen Ermittler, sondern kommen anderen zu Hilfe, die bereits am Fall arbeiten (respektive während des Falls in Not geraten).

 

 

The Cove.
New York: Putnam's, 1996.

The Maze.
Wo keiner dich hört.

New York: Putnam's, 1997.
München: Blanvalet, 2000.

The Target.
Vergessen, nicht vergeben.

New York: Putnam's, 1998.
München: Blanvalet, 2000.

The Edge.
Wo niemand dich sieht.

New York: Putnam's, 1999.
München: Blanvalet, 2002.

Riptide.
Wenn keiner dir glaubt.

New York: Putnam's, 2000.
München: Blanvalet, 2002.

Hemlock Bay.
Wer nie die Wahrheit sagt.

New York: Putnam's, 2001.
München: Blanvalet, 2003.

Eleventh Hour.
Denen man nicht vergibt.

New York: Putnam's, 2002.
München: Blanvalet, 2004.

Blindside.
New York: Putnam's, 2003.

Blowout.
New York: Putnam's, 2004.

Point Blank.
New York: Putnam's, 2005.

Wo keiner dich hört
Vergessen, nicht vergeben
Wo niemand dich sieht
Wenn keiner dir glaubt
Wer nie die Wahrheit sagt
 

 

Jupp Schmitz von Andreas Izquierdo

 

Jupp Schmitz arbeitet als Reporter beim Wochenblatt im fiktiven Eifeldörfchen Dörresheim in der Nähe von Bad Münstereifel. Die Fälle, die der Reporter bearbeitet, sind recht skurill - tote Schweine etwa oder geile Hähne, die der überbordende Sexualtrieb darniederrafft.
      Autor Andreas Izquierdo, Jahrgang 1968, ist in der Eifel aufgewachsen und hat sich selbst eine Zeitlang als Zeitungsreporter durchgeschlagen. Schriftsteller wollte er eigentlich nicht werden: Wie Izquierdo in einem Interview mit dem Krimi-Forum zu Protokoll gibt, hat ihm ein Freund vorgeschlagen, einfach mal etwas über ein totes Schwein zu schreiben. Aus der Idee entstand der erste Jupp Schmitz-Roman. Die vier Dörresheim-Bücher sind groteske Kleinstadtgeschichten, gewürzt mit einer gehörigen Portion Ironie. Außerdem hat Izquierdo noch die Kriminalpersiflage »Geraldine & Phillis« und einige Fernsehdrehbücher geschrieben.

 
 

Der Saumord.
Dortmund: Grafit, 1995.

Das Doppeldings.
Dortmund: Grafit, 1996.

Jede Menge Seife.
Dortmund: Grafit, 1997.

Schlaflos in Dörresheim.
Dortmund: Grafit, 2000.

Schlaflos in Dörresheim
 

 

Konrad Sejer von Karin Fossum

 

Konrad Sejer ist ein wortkarger und sensibler Polizist aus Oslo, Norwegen. Mit seiner hageren Gestalt von etwa 190 Zentimetern Körpergröße behält er immer die Übersicht. Wie fast alle skandinavischen Serienfiguren hat er einen starken Hang zur Melancholie: Nach dem Krebstod seiner Frau wollte er nicht wieder heiraten. Nachdem er dennoch eine neue Lebenspartnerin fand (genauer: sie fand ihn), leidet er an dem Gefühl, seine verstorbene Ehefrau zu betrügen.

 
 

Evas øye.
Evas Auge.

Oslo: Cappelen, 1995.
München: Piper, 1997.

Se deg ikke tilbake!
Fremde Blicke.

Oslo: Cappelen, 1996.
München: Piper, 1999.

Den som frykter ulven.
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
..
Oslo: Cappelen, 1997.
München: Piper, 2000.

Djevelen holder lyset.
Dunkler Schlaf.

Oslo: Cappelen, 1998.
München: Piper, 2002.

Elskede poona.
Stumme Schreie.

Oslo: Cappelen, 2000.
München: Piper, 2001.

Svarte sekunder.
Schwarze Sekunden.

Oslo: Cappalen, 2002.
München: Piper, 2003.

Drapet på Harriet Krohn.
Der Mord an Harriet Krohn.

Oslo: Cappalen, 2004.
München: Piper, 2006.

Den som elsker noe annet.
Wer anders liebt.

Oslo: Cappalen, 2007.
München: Piper, 2008.

Den onde viljen.
Böser Wille.

Oslo: Cappalen, 2008.
München: Piper, 2011.

Varsleren.
Eine undankbare Frau.

Oslo: Cappalen, 2009.
Berlin: Berlin Verlag / Bloomsbury, 2013.

Carmen Zita og døden.
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.

Oslo: Cappalen, 2013.
Berlin: Berlin Verlag, 2014.

Stumme Schreie
Dunkler Schlaf
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Fremde Blicke
Schwarze Sekunden
Wer anders liebt
 

 

Gerhard Selb von Bernhard Schlink

 

Gerhard Selb ist alternder Privatdetektiv und wird in all seinen Fällen mit seiner Vergangenheit als NS-Staatsanwalt konfrontiert. Die beiden ersten Romane spielen in Mannheim und Umgebung, der dritte Fall führt Selb nach Ostdeutschland.

 
 

Selbs Justiz.
Zürich: Diogenes, 1987

Selbs Betrug.
Zürich: Diogenes, 1992

Selbs Mord.
Zürich: Diogenes, 2001

Selbsmord
 

 

Tabor Süden von Friedrich Ani

 

Er hat lange Haare und ist meistens unrasiert, aber auch mit seiner abgewetzten Lederjacke und seinen Hosen gleichen Materials mit "aufdringlichen Bändeln an der Seite" verstößt er nicht weniger gegen die Kleiderordnung der Polizei als sein Duisburger Fernsehkollege Schimanski. Doch anders als letzterer ist der wortkarge Eigenbrötler Tabor Süden kein "Haudrauf", sondern eine der sensibelsten Ermittler in der aktuellen deutschsprachigen Kriminalliteratur. "Was ist das, ein guter Polizist? Ich fange vermisste Kinder ein und bringe sie ihren Eltern zurück, ich stöbere Erwachsene in ihren Verstecken auf, ich überrede sie umzukehren, es noch einmal im alten Leben zu versuchen, ich höre zu, das ist alles, worin ich gut bin.".
      Tabor Süden ist Kommissar im Münchner Dezernat 11, genauer: im Kommissariat 114, das für Vermissungen zuständig ist. Nach einiger Zeit im Mord- und im Raubdezernat fahndet der bayerische Cop seit mittlerweile zwölf Jahren nach Personen, die unversehens (und ungesehen) von der Bildfläche verschwunden sind. Zumeist aus freiwilligen Stücken, weil das Leben einfach unerträglich wurde - so festgefahren und beschädigt, dass es keine Hoffnung auf eine Wendung, sondern nur ein völliges Abtauchen noch die Möglichkeit eines Neuanfang bietet. Nicht Raffgier - meist das Motiv eines Verbrechens -, sondern Verzweiflung ist Südens Geschäft: die Verzweiflung der Angehörigen, an denen die Ungewissheit nagt, und die Verzweiflung der Menschen, die sich spurlos aus ihrem bisherigen Leben verabschiedeten.
      Südens Methoden sind unkonventionell. Zumeist verzichtet er auf die Androhung von Repressalien und kocht seine Zeugen mit Beharrlichkeit weich, bis sie endlich mit ihrer unappetitlichen Geschichte rausrücken. Im Kommissariat wird der Beamte in Lederjacke nicht allzuhäufig gesehen: Lieber grübelt er in der Kneipe über einem frischgezapften Pils als über staubigen Akten an seinem Schreibtisch. Kein Wunder, dass er öfter bei Kollegen und Vorgesetzten aneckt. Doch seine Erfolge sind Legende: Vermissungen sind seine Obsession, seit sein eigener Vater vor langen Jahren spurlos verschwand. Tabor Süden selbst war in seiner Kindheit einmal Gegenstand einer Vermissung. Als er schließlich wieder zu Hause auftauchte, sah er durch die Augen seiner Mutter den Riss in ihrer Seele. Vielleicht liegt es daran, dass Süden von seinen Fällen nicht lassen kann, selbst wenn es für das Dezernat nichts mehr zu ermitteln gibt, da es keinen Anhaltspunkt für ein Verbrechen gibt. "Die Hoffnung, am Ende der Ermittlungen keine Leiche, sondern jemanden gefunden zu haben, der einen Ausweg in ein zweites Leben gefunden hat, macht aus Anis Beamten hin und wieder romantische Sucher." (Tobias Gohlis)
      Friedrich Ani, 1959 in Kochel am See geboren, schreibt seit langen Jahren Theaterstücke, Hörspiele, Romane und Drehbücher (u.a. für "Tatort" und "Ein Fall für Zwei"). Seine Arbeiten - auch die Reihe um Tabor Süden und seine Kollegen Sonja Feyerabend, Martin Heuer u.a. vom Münchner Dezernat 11 - wurden mehrfach preisgekrönt. Die drei ersten Titel der Süden-Bibliographie gehören nur bedingt in die Reihe: Süden tritt zwar in den drei Romanen auf, ist aber nicht die zentrale Figur. Für Friedrich Ani selbst ist das Buch »Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels« der Auftakt der Serie. »Der verschwunden Gast«, 2008 in der Edition Nautilus erschienen, ist vom Umfang her eher eine Kurzgeschichte.

 
 

Die Erfindung des Abschieds.
München: Heyne, 1998.

German Angst.
München: Droemer Knaur, 2000.

Verzeihen.
München: Droemer Knaur, 2001.
München: Knaur, 2013 u.d.T.
Süden und die Stimme der Angst

Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels.
München: Droemer Knaur, 2001.

Süden und der Straßenbahntrinker.
München: Droemer Knaur, 2002.

Süden und die Frau mit dem harten Kleid.
München: Droemer Knaur, 2002.

Süden und das Geheimnis der Königin.
München: Droemer Knaur, 2002.

Süden und das Lächeln des Windes.
München: Droemer Knaur, 2003.

Gottes Tochter.
München: Droemer, 2003.

Süden und der Luftgitarrist.
München: Droemer Knaur, 2003.

Süden und der glückliche Winkel.
München: Droemer Knaur, 2003.

Süden und das verkehrte Kind.
München: Droemer Knaur, 2004.

Süden und das grüne Haar des Todes.
München: Droemer Knaur, 2005.

Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel.
München: Droemer Knaur, 2005.

Der verschwundene Gast.
Hamburg: Edition Nautilus, 2008.

Süden.
München: Dromer, 2011.

Süden und die Schlüsselkinder.
München: Knaur, 2011.

Süden und das heimliche Leben.
München: Knaur, 2012.

M.
München: Droemer, 2013.

Der einsame Engel.
München: Droemer, 2016.

Die Erfindung des Abschieds
German Angst
Verzeihen
Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels
 

Jack Swyteck von James Grippando

 

Die Konstellation hat's in sich: Jack Swyteck, Anwalt in Miami, Fl., bittet seinen Vater, Gouverneur des Staates, die Vollstreckung des Todesurteils gegen seinen Mandanten auszusetzen, weil er von dessen Unschuld weiß. Allein beweisen kann er sie nicht, denn der maskierte Mann, der Swyteck die Taten gestanden hat, lässt sich nicht einfach vor ein Gericht zitieren. Die Konfrontation zwischen Vater und Sohn wird noch schärfer, denn alsbald ist der Filius des Florida-Fürsten dem Verdacht ausgesetzt, selbst ein Mörder zu sein. Wird Harold Swyteck, strenger Verfechter der Law-and-Order-Linie und Anhänger der Todesstrafe, seinen Sohn auf den elektrischen Stuhl schicken? Dass der Vater über das Schicksal seines Sohnes entscheiden muss, ist natürlich kein Zufall, sondern Produkt der perfiden Taten eines bösen Masterminds - und der schriftstellerischen Fantasie des Autors James Grippando, der, gleich seiner Hauptfigur Jack Swyteck, selbst als Anwalt in Miami tätig war.
      Soweit Grippandos Debüt »The Pardon« im Jahre 1994. James Grippando scheint seine Figur nicht als Serienfigur ersonnen zu haben, denn in den folgenden Jahren schreibt er mehrere stand alone Thriller. Erst acht Jahre später hat Jack Swyteck einen weiteren Auftritt - in einem nicht minder brisanten Fall: Bei seiner ehemaligen Freundin Jessie wurde eine tödliche Krankheit diagnostiziert. Bei etwas zwielichtigen Gestalten beleiht sie ihre Lebensversicherung, um ihre letzte Zeit zumindest finanziell sorgenfrei verbringen zu können. Ein »Fehlurteil« (so der Titel des Romans), denn tatsächlich ist die Frau gesund. Kurz darauf liegt sie tot in Swytecks Badewanne, und der Anwalt gerät erneut unter Mordverdacht. In seinem dritten Fall vertritt Swyteck gar die Interessen eines Auftragskillers, der zwar von einer reichen Dame engagiert wurde, um sie selbst umzubringen, nach ihrem Tod aber schwört, mit ihrem Ableben nichts zu tun zu haben. Brisant indes ist das Testament der Lady, ein Hinterlassenschaft von 46 Millionen Dollar: Bedacht sind sechs Personen (darunter Swytecks Klient, der vermeintliche Mörder der Erblasserin). Geld bekommt allerdings nur derjenige, der alle anderen überlebt. In seinem vierten Fall bewegt sich Anwalt Swyteck auf dem ungewohntem Terrain der Militärjustiz: Eine Frau wird des Mordes an ihrem Mann beschuldigt, einem Marineoffizier der Guantánomo-Militärbasis auf Kuba.
      Autor James Grippando, Jahrgang 1958, hat mittlerweile seine Anwaltskarriere aufgegeben und widmet sich ausschließlich dem Schreiben. Er lebt mit seiner Familie in Florida.

 
 

The Pardon.
Im Namen des Gesetzes.

New York: HarperCollins, 1994.
München: List, 1994.

Beyond Suspicion.
Das Fehlurteil.

New York: HarperCollins, 2002.
München: Ullstein, 2003.

Last To Die.
Wer zuletzt stirbt.

New York: HarperCollins, 2003.
München: Piper, 2004.

Hear No Evil.
Preis der Lüge.

New York: HarperCollins, 2004.
Berlin: Ullstein, 2006.

Got the Look.
New York: HarperCollins, 2006.

When Darkness Falls.
New York: HarperCollins, 2007.

Last Call.
New York: HarperCollins, 2008.

Im Namen des Gesetzes
Das Fehlurteil
Wer zuletzt stirbt
 

 

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