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Thomas Wörtches Leichenberg 10/2017
Cambridge 5 - Zeit der Verräter Die Cambridge Five sind immer noch ein Trauma der britischen Gesellschaft. Elitestudenten, die von der Sowjetunion in den 1930er Jahren angeworben worden waren und innerhalb des britischen Geheimdienstes steile Karriere machte. Kim Philby, Donald Maclean, Guy Burgess, Anthony Blunt und John Cairncross lieferten die Blaupause für den zentralen Plot unzähliger Spionageromane - die Suche nach dem Maulwurf, wie er sich seit John le Carrés Smiley-Romanen etabliert hat. Die originalen Cambridge Five flogen in den 1960er Jahren auf, aber das war noch lange nicht das Ende. Hannah Coler, eine unter Pseudonym schreibende deutsche Historikerin, die in Cambridge arbeitet, geht davon aus, dass die sowjetische, später russische Rekrutierungsstrategie ungestört weiter geht. In ihrem Roman Cambridge 5. Zeit der Verräter (Limes) zielen die heutigen Spione nicht mehr nur auf politischen Einfluss, sondern interessieren sich für die Ergebnisse des "neuen Silicon Valley" Cambridge...
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Thomas Wörtches Leichenberg 09/2017
Der Tourist Nach ein paar Jahrzehnten literarischer Dauerpräsenz kann auch der übelste Serialkiller serialkillen wie er will, es interessiert so recht niemanden mehr. Das muss auch "Der Tourist" erfahren, der zwar ein ganz toller Top-Killer ist, sich aber trotzdem ratzfatz von einem, dann von einem anderen Geheimdienst angeworben sieht (alternativlos), um seine Talente in sinnvolle und ersprießliche Bahnen zu lenken. Herzerwärmend ist dabei, dass er bei der Arbeit ein Serialkillerweibchen kennen lernt, die genauso psychopathisch ist wie er. Bei so viel Wahlverwandtschaft werden die beiden ein schönes Paar und könnten in Ruhe ihrem Beruf nachgehen, wenn sie nicht in einen fiesen Krieg zwischen offiziellen Geheimdiensten und den sogenannten "Freiberuflern" gerieten, deren beider Methoden im neoliberalsten Sinne absolut dereguliert sind. Das alles erzählt Der Tourist von Massimo Carlotto (Folio). So wie der Schauplatz des Romans, Venedig, vom Tourismus und den riesigen Kreuzfahrschiffen zur Sau gemacht wird, was den idealen Subtext des Romans ergibt, so demontiert Carlotto die letzten Reste von Vertrauen in rechtsstaatliche Standards...
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Thomas Wörtche: Sand im Getriebe
Der Sympathisant Geschichte wird von den Siegern geschrieben, heisst es. Das ist nicht immer so, wie der Vietnam-Krieg zeigt, über den sich die unterlegenen Amerikaner via Hollywood die Deutungshoheit angeeignet haben. Der pulitzerpreisgekrönte Roman Der Sympathisant des vietnamstämmigen US-Autors Viet Thanh Nguyen behandelt das Sujet auf vielschichtige Weise und bedient sich der Form des Spionageromans.
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Thomas Wörtches Leichenberg 08/2017
Der Präsident Es ging dann doch schneller, als ich dachte: Der erste Trump-Roman ist da: Der Präsident von Sam Bourne (Bastei). Es beginnt sehr trumpig. Eines Nachts, nach einem Megakrach mit der First Lady, greift POTUS (The President of the United States) nicht zu Twitter, sondern zum roten Knopf und befiehlt den Atomschlag gegen Nordkorea (wegen einer "respektlosen" Verlautbarung) und weil er gerade so gut in Fahrt ist, gegen China gleich mit. Formal alles korrekt, aber... Naja, noch 8 Sekunden, bevor der Planet in Flammen aufgeht, dann kann ihn ein cooler Mitarbeiter stoppen. Das war knapp. So geht das nicht, finden sein machloser Stabschef Robert Krassian und Verteidigungsminister Jim Bruton und fahren heimlich zum Leibarzt des Präsidenten, um ihn als irre erklären zu lassen...
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Thomas Wörtches Leichenberg 07/2017
Corruption Irgendwie ist Don Winslow schon ein Phänomen. Seine Reputation hatte er sich mit »Tage der Toten« erschrieben, mit »Zeit des Zorns« und »Kings of Cool« noch zwei erfreuliche Spin-Offs aus demselben Themenkreis (Drogen, Südkalifornien/Mexiko) nachgeschoben und mit »Frankie Machine« einen richtig schönen Mafia-Roman vorgelegt. Dann kam der tiefe Fall - das zum "Epos" aufgeplusterte Landserheftchen »Vergeltung«, das unfreiwillig komische, aber deprimierend schlechte »Germany«, das verhaute und verbaute »Kartell«. Jetzt aber, aber jetzt, raunte es, ist er wieder voll da - mit Corruption (Droemer). Der Absturz scheint gestoppt, aber leider nur, weil Winslow aufgeschlagen ist. Stimmt, »Corruption« ist keine Katastrophe mehr - es ist nur ein völlig belangloses Buch...
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Thomas Wörtche: Versteckte Botschaften
Der Schlüssel 1956 erschien der Roman Der Schlüssel das Japaners Junichiro Tanizaki, der zu einem Klassiker der Literatur des 20. Jahrhunderts wurde. Der Roman um die erotischen Obsessionen eines traditionellen Ehepaares ist jetzt im Cass Verlag in Neuübersetzung erschienen.
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Thomas Wörtches Leichenberg 06/2017
Lost Boy Labels und Rubriken richten oft Unfug an. Vor allem die Bezeichnungen "Jugendroman" oder "Young Adult" neigen dazu, Publikumsgruppen abzugrenzen. Und so rutscht dann ein grandioser Großstadtroman wie Johannes Groschupfs Lost Boy (Oetinger) durch die erwachsene Wahrnehmung. Das ist fatal, denn »Lost Boy« ist ein durch und durch seriöser City Noir, für den diese Bezeichnung wirklich zutrifft. Lennart, ein Audiotüftler und Spezialist für Sick Sounds arbeitet einem DJ zu - berühmt und berüchtigt als DJ Evil -, der mit seinen krassen Raves Kultstatus hat, weil sie an den unmöglichsten, meist unterirdischen Locations stattfinden, die Berlin zu bieten hat - vergessene U-Bahn-Gewölbe, industrielles Ödland, geborstene Fabriken und andere städtische Orte, die zwar arm, aber nur in einem ziemlich abgefahrenen Sinne sexy sind...
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Thomas Wörtche: Sog ins Ungeheure
Der erste Stein Ein Dänisches Nato-Kontingent kämpft in Afghanistan, bis die Soldaten von ihrem Zugführer verraten werden. Doch wer ist Verräter, wer Taliban und wer Warlord? Carsten Jensen hat mit Der erste Stein einen meisterhaften Polit-Thriller geschrieben, in dem sich alle Gewissheiten auflösen..
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Thomas Wörtche: Zug um Zug
Sie werden dich finden Hinter dem Pseudonym James Rayburn verbirgt sich der südafrikanische Schriftsteller Roger Smith. In seinem neuen Roman Sie werden dich finden erzählt er von einer Whistleblowerin, die vor Ihren Verfolgern nach Thailand flieht, von wo aus sie mit ihrem Vater - ein ehemaliges Masterbrain der Spionagezunft - Zug um Zug zurückschlägt.
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Thomas Wörtches Leichenberg 05/2017
Dark Web Der Krimi sei politisch, pfeift, kräht und dröhnt es seit einiger Zeit aus allen möglichen und unmöglichen Kanälen. Ach neee, echt? Naja, 1929, als Hammetts "Red Harvest" erschien, ist ja kaum 90 Jahre her, der französische Polar, die lateinamerikanische novela negra und andere explizit politische Formationen von Kriminalliteratur sind auch erst seit 60, 70 Jahren dabei. Dabei ist mit dem neuen Gekrähe wahrscheinlich eher gemeint, der "Krimi" solle a) politische Themen behandeln und b) politische Standpunkte haben. Das läuft meistens auf c) heraus: Botschaften.
      Sowas kann dann so aussehen: Die bösen Russen wollen ihre alte Sowjet-Herrlichkeit wieder herstellen, ach was, den ganzen Planeten wollen sie. Deswegen tun sich Mafia, Geheimdienst und große Politik zusammen und bauen eine Supermegagigasuchmaschine namens HOLOS, die im Grunde die ganze Welt beherrschen kann, weil sie auch das Darknet im Griff haben wird. Denn im Darknet nistet das Böse: fiese Drogen, Miet-Killer und unfassbar grausames Sexzeug. Besonders unfassbar grausam - schlotter - aber ist der "Puppendoktor", ein Mad Scientist, der junge Frauen und Mädchen aus osteuropäischen Waisenhäusern oder afrikanischen Krisenregionen günstig erwirbt und zu lebendigen Sexpuppen umbaut, die dann für erstaunlich wenig Kohle (30.000 Euro) an böse Menschen verkauft werden, die dann ihrerseits am Draht der Russenmafia hängen und nützlich sein müssen. Und damit wir auch wirklich verstehen, wie unfassbar grausam das ist, bekommen wir in Veit Etzolds Dark Web (Droemer) auch minutiös und lustvoll geschildert, wie das genau funktioniert...
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Thomas Wörtche: Attentat auf einen Reggae-Star
Eine kurze Geschichte von sieben Morden Jamaika, 1976: Bewaffnete Männer dringen in das Haus des Reggae-Musikers Bob Marley ein und eröffnen das Feuer. Wer waren die Täter und was ihr Motive? Der Schriftsteller Marlon James nimmt das Attentat als Dreh- und Angelpunkt eines voluminösen und vielschichtigen Romans, der einen erzählerischen Bogen spannt von 1962 bis weit in die 1980er Jahre.
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